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Tatort-Produktion "Hochzeitsnacht"

"Das ist jedes Mal eine Riesenfreude!"

Interview mit der Schauspielerin Sabine Postel

27. August 2012

Radio Bremen: Frau Postel, vor genau 15 Jahren wurde der erste Radio Bremen-Tatort mit Ihnen in der Hauptrolle als Hautkommissarin Inga Lürsen gedreht. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie?

Es erfüllt mich mit Stolz! Vor 15 Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, die Inga Lürsen so lange zu spielen. Langsam gehöre ich ja mit zu den dienstältesten Kommissaren und es ist toll, dass die Zuschauer unser ständiges Ringen um gute Drehbücher, spannende Themen und eine hohe Qualität über so viele Jahre mit konstant hohen Einschaltquoten belohnen.

Zuvor haben Sie bereits mit Radio Bremen zusammengearbeitet. In der Serie "Nicht von schlechten Eltern" waren Sie als Familienmutter Sybille Schefer zu sehen. Wie war es für Sie, plötzlich eine ganz und gar andere Rolle zu spielen?

Das war schon ein Sprung ins kalte Wasser. Und ich hatte auch ein bisschen Angst, ob der Zuschauer, der mich ja als patente und liebenswerte Familienmutter ins Herz geschlossen hatte, mir diese ruppige und durchaus sperrige Ermittlern abnehmen würde.

Wie hat die Rolle der Inga Lürsen Ihr Leben als Sabine Postel verändert?

Dadurch dass wir zwei Mal im Jahr einen Tatort drehen, ist eine gewisse Regelmäßigkeit in mein Leben gekommen. Das ist aus mindestens zwei Gründen erfreulich: Ich darf zwei Mal im Jahr einen qualitativ hochwertigen Krimi drehen und ich treffe dann auf meine „Tatortfamilie“. Das ist jedes Mal eine Riesenfreude!

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Rolle? Inga ist grundehrlich, sozial engagiert und hat einen guten Humor.

Gibt es auch etwas, das Sie an dieser Rolle überhaupt nicht mögen?

Sie ist ein Workaholic und stürzt sich so in ihre Arbeit, dass sie sehr einsam geworden ist.

Welche Situationen sind Ihnen aus den vergangenen 15 Jahren besonders im Gedächtnis geblieben?

Jeder Film hatte seine eigenen Geschichten, so dass wir Gott sei Dank nie in Routine erstarrt sind!

Im aktuellen Radio Bremen-Tatort "Hochzeitsnacht" ist Hauptkommissarin Inga Lürsen zu Gast auf einer Hochzeitsfeier, die von zwei Männern überfallen wird. Was war diesmal für Sie die größte Herausforderung?

Ja, für Inga ist es eine sehr spezielle Situation, denn sie ist genauso Opfer wie die anderen Gäste dieser Hochzeit. Ohne Waffe und ohne Funknetz kann sie sich nur auf ihr taktisches Geschick verlassen und natürlich auf ihren Best Buddy: Stedefreund !

Wie war es, dieses Mal in einem ungewohnt großen Ensemble zu spielen?

Sehr anstrengend, da wir fast immer alle in einem Raum drehen mussten. Das heißt, zwölf Schauspieler und noch mal doppelt so viel Statisten und Kleindarsteller! Da wird dann schnell der Sauerstoff knapp. Der Dreh erforderte von allen eine enorme Disziplin, aber wir sind auch sehr zusammengewachsen!

Das Gespräch führte Anna Tollkötter.

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