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Tatort-Produktion "Hochzeitsnacht"

"Ein Wahnsinnskick!"

Interview mit dem Schauspieler Sascha "Ferris" Reimann

27. August 2012

Radio Bremen: Ferris, im Tatort "Hochzeitsnacht" sieht man Sie in der Rolle eines aggressiven jungen Mannes, der eine Hochzeitsgesellschaft überfällt. Können Sie Ihre Rolle genauer beschreiben?

Ferris: Kapuzenpulli, Bomberjacke, Maske, Arbeitsschuhe, Jogginghose, Handschuhe, Muskelshirt und Maschinenpistole. Großes Herz, teilweise mit unfreiwilliger Komik bestückt, gewaltbereit, wild, emotional, unberechenbar, sein Motiv: Geld!

Radio Bremen: Was war für Sie bei dieser Rolle die größte Herausforderung?

Ferris: Die Maske stundenlang zu tragen (lacht). Nein, es war einfach nur anstrengend schön!

Radio Bremen: "Hochzeitsnacht" ist zwar Ihr erster Tatort, in dem Sie mitspielen, es ist jedoch nicht die erste Zusammenarbeit mit Radio Bremen. Bereits 1994 konnte man Sie in einer Folge der Radio Bremen-Serie "Nicht von schlechten Eltern" sehen. Wie war es für Sie, nach fast 20 Jahren wieder mit Frau Postel vor der Kamera zu stehen?

Ferris: Leider hatten Frau Postel und ich damals nicht zur selben Zeit unsere Drehtage. Deshalb haben wir uns im Prinzip erst 20 Jahre danach richtig kennengelernt. Die Zusammenarbeit mit ihr war wirklich ein Riesenspaß für mich.

Radio Bremen: Inwiefern?

Ferris: Frau Postel hat natürlich einen riesigen Erfahrungsschatz. Da kann man als jüngerer Kollege wie ich noch eine Menge lernen. Und das gesamte Team war einfach super!

Radio Bremen: Wie war eigentlich Ihre Reaktion, als Radio Bremen Sie fragte, ob Sie im Tatort "Hochzeitsnacht" mitspielen?

Ferris: "Hoffentlich schaffe ich das Casting", hab ich meiner Frau gesagt. Ich war ja nicht der Einzige, der angefragt wurde für diese Rolle und als die Zusage kam, schossen eine Menge Adrenalin und Glückshormone durch meinen Körper – ein Wahnsinnskick! (lacht).

Radio Bremen: Trotz Ihrer Tätigkeit als Schauspieler sind Sie den meisten Menschen noch immer vor allem als Rapper bekannt. Unter dem Künstlernamen MC Ferris haben Sie zahlreiche Preise gewonnen und seit vier Jahren sind Sie festes Ensemble-Mitglied der Hamburger Elektro-Formation "Deichkind". Beeinflussen Ihre Erfahrungen als Musiker Ihre Arbeit als Schauspieler?

Ferris: Es geht für mich n´bissl Hand in Hand. Es geht immer darum, ein bestimmtes Gefühl so authentisch wie möglich rüberzubringen.

Das Gespräch führte Anna Tollkötter.

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