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Bremer Tatort-Team

"Es ist die richtige Zeit zu gehen"

28. Februar 2017

Sabine Postel und Oliver Mommsen haben gerne zusammen das Bremer Tatort-Team gespielt. In zwei Jahren hören sie auch zusammen auf. Beide sind sich einig: "Man soll gehen, wenn es am schönsten ist." Uns haben sie erklärt, warum sie sich da so sicher sind.

Die Bremer Tatort-Kommissare Inga Lürsen und Stedefreund [Quelle: Radio Bremen, Stephan Pick]
Am Sonntag, 3. März 2017, läuft der nächste Radio-Bremen-Tatort. Anschließend gibt es vier weitere Ausgaben bis 2019 für das Team Inga Lürsen und Stedefreund endgültig Schluss ist. [Quelle: Radio Bremen, Stephan Pick]

Sabine Postel und Oliver Mommsen stehen seit mehr als 15 Jahren gemeinsam für den Tatort von Radio Bremen vor der Kamera. Und auch ihre Entscheidung, damit in zweieinhalb Jahren aufzuhören, haben sie gemeinsam getroffen. "Wir haben uns oft gefragt: Sag mal, wie lange wollen wir noch? Wie lang geht das noch gut? Oder wie lang tut das noch gut? Oder wann fragen sie uns: Wann geht Ihr denn?", erzählt Oliver Mommsen.

Gemeinsam seien sie dann zu dem Schluss gekommen, den Absprung jetzt zu wagen. Und das, obwohl die Arbeit beiden gerade viel Spaß mache. "Man muss sich für nichts verstecken. Man kann stolz sein", findet Sabine Postel. Gerade deshalb gehe sie mit einer Träne im Auge.

Das Ende ist noch offen

Über das Ende der beiden Kommissare können auch die beiden Schauspieler nur spekulieren. Sabine Postel kann sich vorstellen, dass beiden etwas passiert: "Wir gehen beide in die Luft und dann war's das. Es kann auch sein, dass einer von uns Mist baut oder scheitert oder getötet wird, und der andere dann aus Traurigkeit oder Empathie sagt: 'Jetzt will ich auch nicht mehr'."

Sabine Postel und Oliver Mommsen stehen seit mehr als 15 Jahren gemeinsam für den Tatort von Radio Bremen vor der Kamera. Und auch ihre Entscheidung, damit in zweieinhalb Jahren aufzuhören, haben sie gemeinsam getroffen. "Wir haben uns oft gefragt: 'Sag mal, wie lange wollen wir noch? Wie lang geht das noch gut? Oder wie lang tut das noch gut? Oder wann fragen sie uns: Wann geht Ihr denn?'", erzählt Oliver Mommsen.

Länge: 1:20 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Während seine Rolle als Stedefreund damit jetzt ein Verfallsdatum hat, freut Schauspieler Oliver Mommsen sich auf das, was kommt. Was er in Bremen gelernt hat, will er dann woanders anwenden – genauere Pläne habe er allerdings noch nicht. "Da steckt kein doppelter Boden dahinter", so Mommsen.

Sabine Postel freut sich darauf, ohne ihre Rolle als Inga Lürsen wieder Zeit für neue Projekte zu haben. Mit ihrer Serie "Die Kanzlei" und den Dreharbeiten zu den beiden Radio-Bremen-Tatorten war sie sonst jedes Jahr völlig ausgelastet – und hat seit drei Jahren keinen Urlaub gemacht, wie sie erzählt.

Viel voneinander gelernt

Vor Oliver Mommsens Stedefreund hatte Sabine Postels Inga Lürsen drei andere Assistenten an ihrer Seite. Beim Casting für Stedefreund fiel ihr die Entscheidung für den jungen Kollegen Mommsen leicht. Sie erinnert sich: "Mir war sofort klar: Den oder keinen. Und bis heute ist es wunderbar geblieben."

Sabine Postel und Oliver Mommsen stehen seit mehr als 15 Jahren gemeinsam für den Tatort von Radio Bremen vor der Kamera. Und auch ihre Entscheidung, damit in zweieinhalb Jahren aufzuhören, haben sie gemeinsam getroffen. Und das, obwohl die Arbeit beiden gerade viel Spaß mache. "Mann muss sich für nichts verstecken. Man kann stolz sein", findet Sabine Postel. Gerade deshalb gehe sie mit einer Träne im Auge.

Länge: 1:24 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Die beiden Bremer Tatort-Ermittler schätzen sich sehr – und nehmen aus der gemeinsamen Arbeit viel mit. "Von Olli habe ich gelernt, dass man auch in Situationen, die arbeitsmäßig schwierig sind, immer positiv an die Sache rangehen kann. Da haben wir uns fabelhaft ergänzt", sagt Sabine Postel.

Oliver Mommsen schwärmt: "Sie ist die tollste Kollegin, die ich erwischen konnte. Sie hätte mir von Anfang an das Leben zur Hölle machen können, als Assi, als junger Kollege, als kleiner Fuzzi." Doch im Gegenteil: "Wir haben viel Spaß gehabt", erzählt er. Auch in Krisenzeiten hätten sie sich unterstützt und von der ersten Sekunde hätte die Chemie gestimmt.

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