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Dokumentation

Namibia

Eine Heimat – zwei Welten

26. November 2017, 20:15 Uhr | Tagesschau24

1915 ging die deutsche Kolonialzeit in Namibia, dem früheren Deutsch-Südwestafrika, zu Ende. Südafrika hatte das ganze Land besetzt, erlaubte aber den deutschen Siedlern nach den Gefechten, auf ihre Farmen zurückzukehren. Das Land kam jedoch nicht zur Ruhe. Nach Jahrzehnten Apartheid und Freiheitskampf erhielt Namibia erst am 21. März 1990 seine Unabhängigkeit. 2015 ist ein doppeltes Jubiläum: 25 Jahre Unabhängigkeit und 100 Jahre Ende der Deutschen Kolonialzeit.

Berg in Namibia [Quelle: Radio Bremen]

Der Okongue - dieser Berg gehört zur Farm von Familie von Seydlitz dazu.

Auf der Jagd [Quelle: Radio Bremen]

Hartwig von Seydlitz, der Neffe von Eberhard Kulenkampff, betreibt eine Jagdfarm für Touristen.

Farm Schönfeld in Namibia [Quelle: Radio Bremen]

Die Farm Schönfeld der deutsch-namibischen Familie von Seydlitz.

Eberhard Kulenkampff in Namibia [Quelle: Radio Bremen]

Eberhard Kulenkampff wurde in Namibia geboren, hat sein Leben aber in Deutschland verbracht.

Schwarze und weiße in Namibia [Quelle: Radio Bremen]

Schwarze und weiße Namibier lebten lange in zwei strikt getrennten Welten.

Auf der Farm von Ben Mbai. [Quelle: Radio Bremen]

Auf der Farm von Ben Mbai.

Friedhof in Omaruru (Namibia) [Quelle: Radio Bremen]

Auf dem Friedhof in Omaruru liegen Kämpfer des Herero-Aufstandes von 1904 begraben. Und zwar sowohl deutsche Soldaten der sogenannten Schutztruppe wie auch Kämpfer des namibischen Herero-Volkes.

Kühe auf einer Farm in Namibia [Quelle: Radio Bremen]

Der größte Besitz für die Herero-Farmer sind immer noch ihre Kühe.

Anhand zweier Familiengeschichten beleuchtet die Dokumentation deutsch-namibische Geschichte. Wie haben die historischen Ereignisse das Leben einer deutschstämmigen und einer Herero-Familie über mehrere Generationen getroffen? Deutsche und Herero – beide Gruppen sind in Namibia in der Minderheit. Und doch prägen sie das Land bis heute. Ihre Schicksale sind eng miteinander verknüpft und aufeinander bezogen. Hartwig von Seydlitz betreibt in dritter Generation eine Großwildfarm in Namibia. Sein Großvater kam 1908 nach den Hererokriegen als Siedler ins Land. Ben Mbai konnte nach der Unabhängigkeit im weißen Kernland von Namibia wieder eine Farm kaufen. So konnte der Herero zu den Wurzeln seiner Vorfahren zurückkehren.

Bislang unveröffentlichtes Archivmaterial zeigt, wie die Deutschen nach 1915 in Namibia lebten. Es zeigt ihr Verhältnis zu den Einheimischen und ihr Bemühen, ein Stück Deutschland in Afrika zu bewahren. Im Dritten Reich befeuerten die Siedler die kolonialen Bestrebungen der Nazis, auf der Suche nach ihrer einstigen Größe und Einflussmöglichkeit. Wie die beiden Familien die Nachkriegszeit, südafrikanische Besetzung und die späte Unabhängigkeit erlebt haben und wie sie die weitere Entwicklung des Landes und ihre eigene Zukunft sehen, auch darüber geben Hartwig von Seydlitz und Ben Mbai Auskunft. Beide Familien haben ihre eigene Perspektive auf die Geschichte. Sie leben in verschiedenen Welten und haben doch vieles gemeinsam. Ihre Heimat ist Namibia.

Eine Dokumentation von Susanne Brahms.

Eine Eikon Südwest Produktion im Auftrag von Radio Bremen für Das Erste (Redaktion: Britta-Susann Lübke).

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