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Alte Sprache, neue Form

Institut für niederdeutsche Sprache gegen Länderzentrum für Niederdeutsch

20. September 2017, 18:05 Uhr | Institut für niederdeutsche Sprache, Bremen

Im Juni erhielt das Institut für niederdeutsche Sprache noch den Heinrich-Schmidt-Barrien-Preis für die Bemühungen um den Erhalt der niederdeutschen Sprache, nun steht die Finanzierung auf dem Spiel. Wie werden die Gelder umverteilt und wie soll es für das INS weitergehen? Darüber diskutierten wir bei "Bremen Zwei unterwegs."

Das Haus des Instituts für Niederdeutsche Sprache in Bremen mit niederdeutscher Inschrift an der Fassade [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]
Wie wird das Institut für Niederdeutsche Sprache in Bremen in Zukunft finanziert? [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]

Mitschnitt der Diskussion [37:38 Minuten] Zusammenfassung der Diskussion [3:17 Minuten] Informationen von Redakteurin Franziska Rattei [4:26 Minuten]

40 Jahre lang haben Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein dem Institut für niederdeutsche Sprache e.V. (INS) mit Sitz in Bremen das finanzielle Fundament gestellt. Zum Jahresende allerdings läuft das Abkommen darüber aus. Als Hintergrund ihrer Entscheidung verwiesen die vier Geber-Länder vor gut einem Jahr auf einen rasanten demografischen Wandel, eine sich immer schneller verändernde Mediengesellschaft und unterschiedliche regionale Besonderheiten.

Zukunft des INS

Marschlandschaft, davor Lexikontext "Plattdeutsch" [Quelle: Montage Radio Bremen]
Plattdeutsch ist im Norden Deutschlands (noch) verbreitet. [Quelle: Montage Radio Bremen]

Sie wollen die Förderung des Niederdeutschen auf neue Füße stellen. Ein als gemeinnützige GmbH organisiertes Länderzentrum soll diese Aufgabe ab Januar 2018 übernehmen. Die jährlichen Fördergelder, die bislang das INS erhielt, sollen künftig dem Länderzentrum zugutekommen. Inwiefern das INS, dessen Mitarbeitende und die Bibliothek mit rund 30.000 Medien Teil der neuen Niederdeutsch-Förderung sein werden, ist bislang noch offen. Kritiker fürchten um den sicheren Erhalt der niederdeutschen Sprache.

Fragen:

  • Wie wird das neue Länderzentrum für Niederdeutsch arbeiten?
  • Was wird aus dem Erbe des Instituts für niederdeutsche Sprache e.V.?
  • Ist der Schutz des Niederdeutschen weiterhin garantiert, so wie es die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen vorsieht?

Thomas Frey, Moderator Stefan Pulß, Heiko Block, Ingrid Schröder [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]
die Diskussionsrunde Im Bremer Schnoor [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]

Teilnehmer:

  • Heiko Block, Präsident Institut für niederdeutsche Sprache
  • Thomas Frey, Leiter Kulturabteilung beim Senator für Kultur, Bremen
  • Ingrid Schröder, Leiterin Abteilung Niederdeutsche Sprache und Literatur, Universität Hamburg

Das INS unterstützt Radio Bremen bei den Plattdeutschen Nachrichten. Heiko Block ist Leiter Koordination Produktion Radio Bremen und ehrenamtlich für das INS tätig.

Moderation: Stefan Pulß
Redaktion: Franziska Rattei

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 20. September 2017, 18:05 Uhr

Genaue Adresse:
Institut für niederdeutsche Sprache, Bremen
Schnoor 41-43
28195 Bremen

Veranstaltungstermin:
20. September 2017, 18:05 Uhr

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