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Stv. Wortchef

Bernd Klose

Stellvertretender Wortchef, Redakteur und Moderator

Bernd Klose [Quelle: Radio Bremen]
Bernd Klose, Redakteur

Bei Bremen Zwei bin ich ...

… mitten in einem Haufen von Leuten, die für Radio brennen.

Als ich klein war wollte ich unbedingt ...

… nicht ins Bett müssen, wenn es draußen noch hell ist. Was für eine Schmach, von Mama abkassiert zu werden, wenn die großen Jungs noch draußen in der Sommerhitze toben dürfen. Und wer kann schon noch leicht angeschwitzt mit etwas Rest-Sand am Ohr schlafen?

Meine Beziehung zum Bett im Allgemeinen hat sich seit der Pubertät grundlegend gewandelt. Und ich habe dabei schmerzhaft erkannt, dass das Aufstehen bei Dunkelheit in der Regel das deutlich größere Problem ist. Als Jugendlicher jagte mir genau diese Vorstellung regelmäßig eiskalte Schauer über den Rücken.

Als dann eine gute Fee mir sagte, ich solle mein Glück beim Radio suchen, hat sie mich nur unzureichend aufgeklärt. Sie hat mir nicht gesagt, dass Radio und eine allgemein als gesund zu bezeichnende Beziehung zum eigenen Bett in Wiederspruch in sich sind. Und wenig später bin ich wieder bei Sonnenschein ins Bett gegangen, um dann mitten in der Nacht aufzustehen. Aber immerhin ohne Rest-Sand an den Ohren.

Und dann?

Ich habe mir dann die gute alte Hippie-Weisheit zu Eigen gemacht. Sinngemäß und jugendfrei lautet sie: Finde einfach gut, was Du nicht ändern kannst (danke Stephen Stills). Heute liebe ich die Stimmung, wenn die Nacht langsam grau-blau wird, die Straßen zum Funkhaus leer sind, der Sender auch, wenn das Team klein und der Kaffeepott voll ist – und die schön geplante Sendung von fiesen Eil-Meldungen komplett umgekegelt wird. Wer das auch liebt, ist bei uns zu Hause.

Da bin ich gerne:

Bei der guten Fee. Wohnt mittlerweile bei mir. Praktisch.

Kann ich immer wieder lesen:

"Das Passwort ist korrekt". Noch lieber als "Das Paket wurde Ihnen zugestellt".

Kann ich immer wieder sehen:

Das Gesicht von unserem Frühmoderator Tom Grote, wenn ich ihm über Kommando-Taste sage: "Tschuldigung, aber die Aufnahme lief noch nicht. Bitte genau so noch mal!"

Kann ich immer wieder hören:

Tom Grote drei Sekunden nach diesem Blick.

Was ich immer schon mal machen wollte:

Irgendwas tun, das bleibt. Sohn und Baum hab ich schon. Ein Stück Musik schreiben, das viele Menschen lieben und weitergeben, wäre cool. Und danke an dieser Stelle an alle Freunde, die mir gegen ausreichend Kaltgetränke regelmäßig versichert haben, dass ich da auf einem echt guten Weg bin. Seit 35 Jahren.

Drei Dinge, die ich mit auf eine einsame Insel nehmen würde:

Drei weitere einsame Inseln, damit die Insel nicht so einsam ist.

Wen ich gern mal treffen würde:

Den Ball, wenn ich versuche, Fußball zu spielen. Ich bin sicher, dass die Profis einfach ganz andere Bälle benutzen, die wie magisch am Fuß kleben und vom Tor quasi angezogen werden, wenn die Mega-Stars abziehen. Man sieht’s ja regelmäßig im Fernsehen. Mit den Bällen, die mir zur Verfügung stehen, ist das unmöglich. Ich hab’s probiert. Eine diesbezügliche investigative Interviewanfrage an diverse in meinen Augen hochverdächtige Spieler läuft.

Mein lustigster/peinlichster Versprecher

"Über zwei Milliarden Arbeitslose in Deutschland".... Bei solchen Nachrichten zuckt der Hörer völlig zu Recht zusammen. Ich auch.

Was ich immer schon mal im Radio sagen wollte:

Hört auf eure gute Fee.

Team