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Zwei nach Eins

Mathias Kopetzki

Schauspieler und Autor

29. August 2017, 13:05 Uhr

Der Schauspieler Mathias Kopetzki erfährt durch einen Zufall, dass er adoptiert ist. Da war er fünf Jahre alt. Im Laufe seiner Kindheit und Jugend stößt er immer mal wieder auf befremdliche Reaktionen und Rassismus. Auch als er erwachsen ist widerfährt ihm manch absurde Situation. Darüber hat Kopetzki jetzt ein Buch geschrieben.

Ein Mann sitzt draußen in einem Stuhl [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]
Mathias Kopetzki erfuhr mit fünf, dass er adoptiert wurde. [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]

Aufgewachsen im beschaulichen Hude bei Oldenburg, beschließt Mathias Kopetzki Schauspieler zu werden. Dafür geht er nach dem Abitur ans Salzburger Mozarteum. Es folgen feste Engagements in Berlin, Köln, Graz und Rostock. An über 70 Inszenierungen war er seitdem beteiligt. Im Fernsehen gibt er den harten und geheimnisvollen "Kerl" bei Gastauftritten bei "Soko Leipzig" oder "Alarm für Cobra 11".

Vom Vater gefunden

Cover: Bombenstimmung [Quelle: Verlag Bastei Lübbe]
Mathias Kopetzki: Bombenstimmung, Verlag Bastei Lübbe, 2017 [Quelle: Verlag Bastei Lübbe]

Mit fünf Jahren erfährt der gebürtige Osnabrücker, dass er adoptiert wurde. Die Eltern sind unbekannt. Mehr als 20 Jahre später meldet sich sein leiblicher iranischer Vater. Er selbst hätte nie nach seinen Eltern gesucht. Es hätte vielleicht seine heile Welt ins Wanken gebracht, verriet er einmal in einem Fernsehinterview. Heute sei er aber froh, dass sein Vater ihn gefunden habe. Über seine Reise in ein unbekanntes Land, den Iran, und die Spurensuche seiner Wurzeln schrieb er im Buch "Teheran im Bauch: Wie meines Vaters Land mich fand".

Mit Humor und Sensibilität

Lesereisetermine in der Region:

Di. 29.08. in Cloppenburg
Di. 05.09. in Osnabrück

Dass er ausländische Wurzeln hat, habe ihm sein Aussehen verraten. Mathias Kopetzki dachte aber eher an Italien oder Spanien. In seinem neuen Buch "Bombenstimmung – Wenn alle denken, du bist der Terrorist" schreibt der Schauspieler und Synchronsprecher von seiner Kindheit und Jugend. Eine Zeit, in der ihm hin und wieder befremdliche Reaktionen und Rassismus begegnet sind. Auch später als Erwachsener findet er sich in mach absurder Situation wieder. Mit viel Offenheit und Humor beschreibt Mathias Kopetzki seine Geschichte über das Fremdsein und die Suche seiner Identität.

Moderation: Kristin Hunfeld

Das Gespräch zum Anhören:
Schauspieler Mathias Kopetzki [34:22 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 29. August 2017, 13:05 Uhr

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