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Zwei nach Eins

Alan Cemore

Eishockey-Funktionär und Opernsänger

10. Januar 2018, 13:05 Uhr

Ein Mann, zwei Welten: Hochkultur und Körperkultur. Von Beruf ist Alan Cemore Opernsänger, in seiner Freizeit Erster Vorsitzender des Bremer Eishockey-Clubs "Weser Stars". Und da greift er auch regelmäßig selbst zu Schläger und Puck. Herausforderungen sucht er in aller Welt, zu Hause ist das Multitalent mit dem spannenden Doppelleben aber in Bremen.

Alan Cemore als "Gerard" in "Andrea Chenier" [Quelle: Alan Cemore]
Alan Cemore als "Gerard" in "Andrea Chenier" [Quelle: Alan Cemore]

Wenn Alan Cemore neue Menschen kennenlernt, bringt er sie regelmäßig zum Staunen. Sei es am Rande einer Eishockey-Bande, wenn er erzählt, dass er beruflich Opern singt oder umgekehrt bei seiner Arbeit am Theater, wenn er den Kollegen offenbart, dass er in seiner Freizeit einen Puck übers Eis donnert.

Ja, die staunen schon oft. Aber die Opernsängerin Teresa Stratas hat einmal gesagt: 'Ich habe nur ein Leben. Warum sollte ich da nur Opern singen?!' So sehe ich das auch. Ich mach‘, was mir gefällt.

Vom zugefrorenen See auf die Bühne und zurück

Alan Cemore als "Lindorf" in "Les Contes d'Hoffmann" [Quelle: Alan Cemore privat]
Alan Cemore als "Lindorf" in "Les Contes d'Hoffmann" [Quelle: Alan Cemore privat]

Der Mann aus dem US-Bundesstaat Iowa war schon immer ein Multi-Talent. Mit gerade einmal zehn Jahren schreibt er sein erstes Bühnenstück, bastelt die Kulissen, spielt als Darsteller mit und führt Regie. Seine zweite große Leidenschaft ist schon immer der Sport. Im Sommer spielt er mit den Kindern aus der Nachbarschaft Baseball und Football, im Winter Eishockey auf zugefrorenen Seen. "Ich war nie sonderlich talentiert, aber ich hatte einen ungeheuren Willen", erzählt der 58-Jährige.

Immer wieder von anderen lernen

Sein Wille und seine Disziplin helfen ihm auch auf dem Weg, Opernsänger zu werden. Ein Stipendium bringt ihn nach Frankfurt an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Im Anschluss tingelt er durch Europa.

Und immer, wenn ich einen sehr guten Sänger gehört habe, habe ich ihn gefragt, wer der beste Lehrer der Welt ist.

Immer wieder fällt der Name der US-Amerikanerin Margaret Harshaw. Von ihr bekommt er den letzten Schliff und jedes Jahr einen "Ölwechsel".

Herausforderungen in aller Welt, zu Hause in Bremen

Alan Cemore auf dem Gipfel des "Piz Bernina" [Quelle: Alan Cemore privat]
Alan Cemore auf dem Gipfel des "Piz Bernina" [Quelle: Alan Cemore privat]

Während seiner Karriere hat Alan Cemore auf den ganz großen Bühnen dieser Welt gestanden: Der Carnegie Hall in New York, dem Royal Concert House in Glasgow, dem Herkulessaal in München oder der Bremer Glocke. In seiner Freizeit hielt er sich immer an das Motto "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper". In Österreich ist er bei der Bergrettung, in Flensburg lässt er sich dazu beknien, ein American-Football-Team zu trainieren. In Bremen aber fühlt er sich am wohlsten. Hier ist er mit seiner österreichischen Frau und seinen beiden Kindern sesshaft geworden.

Das Gespräch zum Anhören:
Singt Opern und schlägt Pucks: Alan Cemore [36:44 Minuten]

Moderation: Yannick Lowin

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 10. Januar 2018, 13:05 Uhr

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