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Rückblick auf Sonntag

Der Mond

14. Januar 2018, 12:00 Uhr

Der Mond hat seine ganz eigene Faszination. 40 Jahre sind vergangen, seit "Apollo 11" Kurs auf den Mond nahm. Die Sehnsucht, andere Welten zu entdecken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Auf Bremen Zwei drehte sich am Wochenende zwei Stunden lang alles rund um den Mond.

Vollmond [Quelle: Radio Bremen]
Der "Ozean der Stürme" links oben auf der Mondfläche ist rund 2.500 Kilometer lang. Natürlich ausgetrocknet...

Es sei ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer für die Menschheit, sagte Neil Armstrong in das Mikro seines Helms, als er den Mondboden am 20. Juli 1969 betrat. Recht hatte er, aber schon zweieinhalb Jahre später war Schluss mit den Besuchen auf dem Trabanten. Zu teuer und irgendwie nicht mehr nötig schienen die Flüge der Apollo-Raketen.

ISS im Weltall [Quelle: Radio Bremen]
ISS im Weltall

Seit ein paar Jahren hat der Mond wieder Konjunktur. Es gibt sogar Pläne zu seiner Besiedlung – nicht zuletzt durch US-Präsident Donald Trump. Solche Visionen und der Beginn des Raumfahrtjahres in Bremen waren für uns Anlass, über die Faszination des Mondes nachzudenken. Wie eine Mondstation aussehen könnte, erkundete ein Bericht über Bremer Forscher. Auch wie der Mond im Film umgesetzt wird, war am Sonntag Thema. Ob es überhaupt gute Gründe gibt, auf den Mond zurückzukehren, klärten wir mit dem Raumfahrtjournalisten Dirk Lorenzen, und welche Bedeutung der Mond für unsere Kultur hat, mit dem Autoren Bernd Brunner.

Redaktion: Stephan Cartier

Fakten zum Mond

Der Mond schiebt sich vor die Sonne [Quelle: Olaf Schachtschneider]
Der Mond schiebt sich vor die Sonne. [Quelle: Olaf Schachtschneider]

Der Mond dreht sich in 27,32 Tagen einmal um die Erde und dabei gleichzeitig einmal um sich selbst. Darum sehen wir von der Erde aus immer dieselbe Seite des Mondes. Der Mond hat Einfluss auf die Erde. Er treibt die Gezeiten des Meeres an und sorgt dafür, dass sich der Erdmantel hebt und senkt. Bisher wurde kein Leben auf dem Mond entdeckt, auch wenn Zeitungsartikel von 1835 das belegen wollten. Das Ganze flog als Ente auf und ging als „der große Mondschwindel“ in die Geschichte ein.

Ouvertüre: Der Mond

Vollmond [Quelle: Nasa, Goddard Space Flight Center]
Der Mond bewegt das Wasser und die menschliche Vorstellungskraft. [Quelle: Nasa, Goddard Space Flight Center]

Der Mond ist ein Trabant der Erde. An seiner Oberfläche befinden sich nur Sand und Geröll, auf ihm gibt es kein Leben und er hat keine Atmosphäre. Und doch hat er diesen unergründlichen Einfluss auf unseren Planeten: Er bewegt das Wasser und die menschliche Vorstellungskraft, die ihn zum unerreichbaren Sehnsuchtsort erklärt. Daran hat nicht einmal die Tatsache etwas geändert, dass Menschen seit 1969 zum Mond fliegen und auf ihm herumlaufen können. Kerstin Burlage mit ein paar wissenswerten Dingen über einen besonders rätselhaften Himmelskörper.

Ouvertüre: Mond [2:27 Minuten]

Mond – Geschichte einer Faszination

Buchcover: Mond [Quelle: Kunstmann Verlag]
Bernd Brunner: Mond, Kunstmann Verlag, 2011 [Quelle: Kunstmann Verlag]

Der Mond war und ist eine riesige Projektionsfläche für unsere Wünsche, Ängste und Hoffnungen. In seiner Kulturgeschichte beschreibt Bernd Brunner, Kulturhistoriker, Journalist und Autor, den Mond als Gegenstand der Spekulation von Forschern, Philosophen und Astrologen. Im Gespräch mit Esther Willbrandt erzählt er, welche Hoffnungen man in der frühen Neuzeit mit dem Besuch des Mondes verband und wie sich die symbolische Bedeutung des Mondes im Lauf der Jahrhundert verändert hat.  

Bernd Brunner: Faszination Mond [5:11 Minuten]

Wohnen auf dem Mond

Christiane Heinicke [Quelle: DPA, RTN/Patrick Becher]
Christiane Heinicke [Quelle: DPA, RTN/Patrick Becher]

Leben auf dem Mond oder dem Mars, in einer Unterkunft mit Schlafplatz, Küche und Gewächshaus. Das scheint einem Science-Fiction-Film zu entspringen. Am Zarm, dem Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation in Bremen, entwerfen Wissenschaftler genau so eine Unterkunft. Reporterin Laura-Nadin Naue hat Christiane Heinicke bei ihrer Arbeit besucht.

Wohnen auf dem Mond [5:06 Minuten]

Mond im Film

Filmplakat: Moon [Quelle: Koch Films]
Filmplakat: "Moon" [Quelle: Koch Films]

Früher hat man Kindern vom "Mann im Mond" erzählt. Von einer fernen Instanz, die das Schlafen überwacht und gegebenenfalls Sanktionen ergreift, wenn die Kinder nicht einschlafen wollen. Beim Blick zum hell erleuchteten Vollmond erkennen viele Menschen allerdings darin ein Gesicht. Der "Ozean der Stürme" auf dem Erdtrabanten, in dem dieses Antlitz erscheint, hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 2.500 Kilometern. Und genau dahin zieht es die Menschheit nicht nur in ihren Träumen. Auch die Filmindustrie schickte ihre Protagonisten schon vor 100 Jahren in Richtung Mond. Als Forscher, Abenteurer oder gar Retter der Weltordnung. Jürgen Francke hat in die Archive geschaut und stellt Filme vor, die sich mit der Eroberung unseres Erdtrabanten beschäftigen.

Der Mond im Film [7:31 Minuten]

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 14. Januar 2018, 12 bis 14 Uhr.

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