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Hören ist das neue Lesen

So klingt Bremen

15. Februar 2018

Der Hörsinn ist der erste, mit dem wir die Welt wahrnehmen, schon vor der Geburt. Und beim Hören muss man sich nicht der Quelle zuwenden. Die Welt ist voller Hörreize, und es scheint, als würde der Hörsinn immer mehr gefordert: Audio-Formate und Sprachassistenten sind weit verbreitet. Am 13. Februar war der "Welttag des Radios", Anlass für unsere Wochenserie über das Hören.

Symbolbild: Mann hält sich Bücher an die Ohren [Quelle: Imago, Ikon Images/Simon Ducroquet]

"'Wo hab ich denn bloß...? Was wollte ich noch... sach mal, bist Du... warum tue ich das...? Murmel, murmel... Wer kennt das nicht? Selbstgespräche! Wenn man dabei ertappt wird, ist es einem peinlich. Wenn man sich selbst dabei ertappt, dann zweifelt man an seiner Zurechnungsfähigkeit. Selbstgespräch ist aber nicht Selbstgespräch und schon gar nicht Ausdruck dafür, "nicht mehr alle Latten am Zaun zu haben". Das jedenfalls war die Sorge von Bremen-Zwei-Moderatorin Stefanie Pesch im Gespräch mit dem Professor und Psychiater an der Universität Göttingen, Dirk Wedekind.

"Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Meistens ist es eine Sache, mit der wir uns gut selbst instruieren können. Indem wir uns unsere Wünsche etwas klarer machen können. Ein völlig normales Verhalten im Rahmen unseres menschlichen Wesens", so Dirk Wedekind.

"Mit sich selbst zu sprechen, ist völlig normal..." [3:40 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 16. Februar, 7.45 Uhr.

Geräusche einer Stadt: Menschen, Verkehr, Musik. Und die Klänge der Natur, besonders, wenn die Stadt an einem Fluss liegt. Wie Bremen klingt – das hört man hier!

Geräusche einer Stadt: Menschen, Verkehr, Musik. Und die Klänge der Natur, besonders, wenn die Stadt an einem Fluss liegt. Wie Bremen klingt – das hört man hier!

Autor/-in: Maike Evers-Schmidt
Länge: 2:31 Minuten
Datum: Donnerstag, 15. Februar 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 15. Februar 2018, 7:35 Uhr.

Hyggelige Klänge

Wir hören den ganzen Tag. Wir sind eigentlich immer von einer Schallkulisse umgeben. Das kann sehr anstrengend sein. Aber man kann mit Tönen und Klängen eine entspannte oder, wie es heutzutage so schön neudeutsch heißt, hyggelige Atmosphäre schaffen. Oder von der Natur geschaffenen lauschen: Wellenrauschen, das Knirschen frischen Schnees, das Knacken eines Holzfeuers. Und manchmal ist es am hyggeligsten, wenn es einfach mal still ist.

Wir hören den ganzen Tag. Wir sind eigentlich immer von einer Schallkulisse umgeben. Das kann sehr anstrengend sein. Aber man kann mit Tönen und Klängen eine entspannte oder, wie es heutzutage so schön neudeutsch heißt, hyggelige Atmosphäre schaffen. Oder von der Natur geschaffenen lauschen: Wellenrauschen, das Knirschen frischen Schnees, das Knacken eines Holzfeuers. Und manchmal ist es am hyggeligsten, wenn es einfach mal still ist.

Autor/-in: Florian Bänsch
Länge: 3:43 Minuten
Datum: Mittwoch, 14. Februar 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

So klingt Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 14. Februar 2018, 7:35 Uhr.

Das Revival der Schallplatte

Ein Tonabnehmerarm über einer Schallplatte. [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]
Ja, das gibt's noch: eine Schallplatte aus Vinyl. [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]

Audio-Formate, Sprachsteuerung zu Hause oder im Auto – wir erleben derzeit in diesem Bereich eine digitale Revolution. Und auch die Musik ist weitestgehend digitalisiert. Das war früher anders: Da wurden Schallplatten aufgelegt. Und die Vinylscheiben sind bei jungen Leuten wieder in Mode.

Audio-Formate, Sprachsteuerung zu Hause oder im Auto – wir erleben derzeit in diesem Bereich eine digitale Revolution. Das gilt auch für die Musik: Auch sie ist digitalisiert. Früher dagegen – da wurden Platten aufgelegt. Bei jungen Leuten heute feiert die Vinylplatte ihr Revival. Ein Gespräch mit Musikredakteur Arne Schumacher über die gute alte Schallplatte.

Autor/-in: Anja Goerz
Länge: 5:01 Minuten
Datum: Dienstag, 13. Februar 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

"Junge Leute lieben Vinyl," sagt Musikredakteur Arne Schumacher. "Was in der Hand zu halten – das gibt ein Gefühl von Wertigkeit." Und viele hören so zum ersten Mal Musik ohne Kopfhörer. Außerdem kann, wer Schallplatten hört, sich von den anderen absetzen: "Wenn man mit einer Platte durch die Gegend läuft, womöglich in einer Schallplattentüte transportiert, dann ist man was Besonderes." Das wirklich Besondere jedoch geschieht, wenn man die Musik auch hören will: Man zelebriert es.

Wenn man eine Platte nimmt, sie aus der Hülle herausholt, sie auf den Teller legt, dann eine Seite hört, dann hingeht, die Platte umdreht – man widmet sich dem Objekt, der Musik ganz anders. Man gibt sich dem ganz anders hin. Und ich glaube, das ist etwas, das heutzutage gesucht wird.  

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 13. Februar 2018, 8:10 Uhr.

Wie wichtig ist das Hören?

Symbolbild: Mann hält sich Bücher an die Ohren [Quelle: Imago, Ikon Images/Simon Ducroquet]
Hörbücher, Soziale Medien, Sprachassistenten: Wird das Hören zum neuen Lesen? [Quelle: Imago, Ikon Images/Simon Ducroquet]

"Wer nicht sehen kann, verliert den Kontakt zu den Dingen. Wer nicht hören kann, verliert den Kontakt zu den Menschen." Das wussten schon die alten Griechen – und es gilt heute auch, sagt Birger Kollmeier, Professor für Medizinische Physik an der Uni Oldenburg und Sprecher des Exzellenz-Clusters "hearing4all". Für die zwischenmenschliche Kommunikation ist Hören immens wichtig. So haben taub geborene Kinder größere Schwierigkeiten, sich normal zu entwickeln als blind geborene.

Überfordern durch akustische Reize kann sich der Mensch eigentlich nicht, sagt Kollmeier, "wir sind mit unserem Gehirn erstaunlich gut in der Lage, aus einer Fülle von akustischen Informationen das für uns Wichtige herauszufiltern."

"Jeder Zweite über 65 braucht ein Hörgerät"

"Wer nicht sehen kann, verliert den Kontakt zu den Dingen. Wer nicht hören kann, verliert den Kontakt zu den Menschen." Ein Gespräch mit Birger Kollmeier, Professor für Medizinische Physik an der Uni Oldenburg und Sprecher des Exzellenz-Clusters "hearing4all".

Autor/-in: Martin Busch
Länge:
Datum: Montag, 12. Februar 2018
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch die Qualität des Hörens. Dabei gibt es zwei Veränderungsprozesse: Zum einen die sogenannte "sensorische Transformation", die Frage, wie die akustische Umwelt in innere Bilder abgebildet wird. Diese Fähigkeit wird im Lauf des Lebens schlechter, das Hörvermögen nimmt ab. Jeder Zweite über 65 braucht eigentlich ein Hörgerät, sagt Kollmeier.

Dahinter steht das kognitive System: Der Erfahrungshintergrund nimmt zu, auditive Reize lassen sich leichter einordnen. Deshalb könne man den Beginn einer Hörstörung oft kompensieren.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 12. Februar 2018, 7:45 Uhr.

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