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You want it darker...

Zweiter Leonard-Cohen-Abend

Premiere am Theater Bremen

8. September 2017, 14:20 Uhr

Leonard Cohen hat Generationen beeinflusst, inspiriert – und getröstet. Der Kanadier starb am 7. November 2016 im Alter von 83 Jahren. Sein Leben war eine Sinnsuche in Texten – mal in Romanen, mal in Liedern und auch immer wieder in Gedichten. Es ist nicht das erste Mal, dass Material von Leonard Cohen am Theater Bremen zum Programm auf der Bühne wird.

Szenenfoto aus einer Probe [Quelle: Theater Bremen, Jörg Landsberg]
Mirjam Rast auf der Bühne während einer Probe zu "You want it darker". [Quelle: Theater Bremen, Jörg Landsberg]

Seit "I’m your man", dem Abend, der im Oktober 2012 Premiere hatte, ist etwas passiert, das sich nicht mehr ändern lässt: Leonard Cohen lebt nicht mehr. Natürlich lebt er in seinen Worten und Texten, seinen Gedanken und auch in seinen Melodien weiter und vielleicht hilft es im Alltag, sich von Zeit zu Zeit mal mit Cohen in einem Raum vor der Welt zu verstecken?! Oder in einem ganz persönlichen Leonard-Cohen-Moment zu versinken. Marcus Behrens berichtet über das, was er bei einer Probe schon gesehen hat:

Szenenfoto aus einer Probe [Quelle: Theater Bremen, Jörg Landsberg]
Matthieu Svetchine singt Leonard Cohen. [Quelle: Theater Bremen, Jörg Landsberg]

Es gelingt dem Ensemble – geleitet und begleitet von Felix Rotenhäusler und Matthias Krieg – von Beginn an eine innige Beziehung zum Zuschauer zu halten. Musik, Worte, Bilder, Bewegungen sind mit sich selbst glücklich – und das Gefühl einer melancholischen Zufriedenheit macht sich in mir breit. Vielleicht ist es gut, dass ich Leonard Cohen selbst nie begegnet bin – aber wer kann schon was anderes von sich sagen?

So werden mir Fragmente präsentiert, die mich zum Träumen und Nachdenken – zum traurig und zum glücklich sein – bringen. Ich muss mich entscheiden, welchen Gefühlen ich folge, um nichts zu verpassen – denn dieser Abend hat Tempo, obwohl die Musik nicht schnell ist. Es hilft, wenn man Englisch versteht als Zuschauer – aber viel wichtiger ist, dass man sich fallen lassen kann – und will.

Leonard Cohen ist intensiv

Ein abendlicher Besuch im Theater hat bei mir im Idealfall den Effekt, dass ich die Welt um mich herum vergesse und den Tag hinter mir lasse. Nach dieser Probe am Mittag brauchte ich etwas länger, um mich wieder im Alltag zurechtzufinden. Leonard Cohen ist intensiv.

Leonard Cohen hat Generationen beeinflusst, inspiriert – und getröstet. Der Kanadier starb am 7. November 2016 im Alter von 83 Jahren. Sein Leben war eine Sinnsuche in Texten – mal in Romanen, mal in Liedern und auch immer wieder in Gedichten. Es ist nicht das erste Mal, dass Material von Leonard Cohen am Theater Bremen zum Programm auf der Bühne wird.

Autor/-in: Marcus Behrens
Länge: 4:27 Minuten
Datum: Samstag, 9. September 2017
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

Nach der Probe erfahre ich im Foyer, dass Theater-Intendant Michael Börgerding ein Leonard-Cohen-Fan ist. Ich bin allerdings überzeugt, dass der Abend denen, die keine so enge Beziehung zu diesem kanadischen Künstler haben, mindestens genauso gut gefallen wird. Und wenn es etwas an dieser Inszenierung auszusetzen gibt, dann dass die Vorstellung zu kurz ist!

"You want it darker", so heißt der zweite Leonard-Cohen-Abend am Theater Bremen, hat am 9. September 2017 Premiere. Weitere Vorstellungen am 20. und 23. September, und im Oktober ) im Kleinen Haus des Theaters Bremen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 9. September 2017, 14:20 Uhr

Theater-Premieren