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Luchs des Jahres 2013

Preisverleihung an Kirsten Boie

Kinder- und Jugendbuchpreis

13. März 2014

Kirsten Boie bekam am 12. März in Leipzig den Preis für das beste Buch, das 2013 mit dem monatlichen Kinder- und Jugendbuchpreis Luchs von Radio Bremen und Die Zeit ausgezeichnet wurde. Aus den zwölf Monats-Luchsen kürte die Jury Kirsten Boies Geschichten von Kindern in Afrika "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" mit dem Luchs des Jahres.

Kirsten Boie, Kinderbuchautorin [Quelle: DPA]
Kirsten Boie [Quelle: DPA]

Die Preisträgerin

Kirsten Boie wurde 1950 in Hamburg geboren. Sie studierte Deutsch und Englisch und promovierte in Literaturwissenschaft. Anschließend arbeitete sie als Lehrerin in der Hansestadt. Ihr erstes Buch "Paule ist ein Glücksgriff" erschien 1985. Seitdem wurden rund hundert Bücher von Kirsten Boie veröffentlicht und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jungendliteraturpreises, 2008 mit dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Im Oktober 2011 erhielt Kirsten Boie vom Bundespräsidenten das Verdienstkreuz 1. Klasse.

Luchs Jury [Quelle: Radio Bremen]
Die Luchs-Jury: Hartmut El Kurdi, Maria Linsmann, Karsten Binder, Brigitte Jakobeit, Katrin Hörnlein

Die Entscheidung der Jury

Die Autorin kennt die Kinder und die Schicksale, von denen sie schreibt, denn seit sechs Jahren unterstützt sie Hilfsprojekte in Swasiland, reist regelmäßig hin. Es sind Geschichten voller Leid, die gleichzeitig den beeindruckenden Lebensmut der Kinder zeigen. "Der Luchs-Preis 2013 ehrt vor allem Kirsten Boies Fähigkeit, uns in kunstvoller, poetischer Sprache die Gefühlswelt der Kinder aus Swasiland begreifbar zu machen", begründet die Jury ihre Entscheidung.


Buchcover: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen [Quelle: Oetinger]
Kirsten Boie: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen, Oetinger, 2013 [Quelle: Oetinger]

Das Buch

Kirsten Boie erzählt in ihrem Buch "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" von vier Aids-Waisen im afrikanischen Swasiland: Von Thulani, der davon träumt ein berühmter Fußballspieler zu werden, sich aber stattdessen um seine kleine Schwester und seine kranke Großmutter kümmern muss. Von Sonto, die sich mit ihrer Schwester auf den langen Weg zu einer Krankenstation macht, um sich auf HIV testen zu lassen. Von dem Mädchen Lungile, die ihren Körper verkauft, um Schulschuhe für ihre kleine Schwester kaufen zu können. Und von Sipho, den die Schuldgefühle gegenüber seiner verstümmelten Großmutter quälen.


Die Illustratorin

Illustratorin Regina Kehn [Quelle: Regina Kehn]
Illustratorin Regina Kehn [Quelle: Regina Kehn]

Regina Kehn studierte Illustration an der Hochschule für Gestaltung in Hamburg. Seit 1989 arbeitet sie als freie Illustratorin für Zeitschriften und Kinderbuchverlage. Für Ihre Illustrationen wurde Regina Kehn 1993 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt 1996 die Bronzemedaille in der Sparte Illustration vom Art Directors Club. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Hamburg.

Titel: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Autorin: Kirsten Boie
Illustrationen: Regina Kehn
Verlag: Oetinger Verlag
ISBN-10: 3789120197
ISBN-13: 978-3789120190
Preis: 12,95 Euro


Hilfsprojekt Mobidik

Esther Willbrandt hat Kirsten Boie getroffen. Im Gespräch mit Hendrik Plaß erzählt sie vom Engagement der Autorin in Swasiland im südlichen Afrika. Mit ihrem Buch "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" trägt Kirsten Boje dazu bei, die vielen Probleme, die es in Swasiland gibt, in Deutschland bekannt zu machen. Und sie macht aufmerksam auf das Hilfsprojekt Mobidik. Die Kinder in ihrem Buch leben alle in einem besonders abgelegenen Landesteil. Es gibt kaum richtige Straßen, keine medizinische Versorgung. Mobidik baut ein Netzwerk auf, damit die Menschen dort medizinisch untersucht werden können und Unterstützung bekommen. Und Kirsten Boie sagt: Natürlich wird es zukünftig auch darum gehen müssen, dass die traumatisierten Kinder psychologisch betreut werden.

Audio:
Hendrik Plaß im Gespräch mit Esther Willbrandt [4:16 Minuten]

Weitere Informationen:

Hilfprojekt Mobidik Luchs-Kinderbuchempfehlungen bei "Die Zeit"
Der Luchs