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Holler My Dear

13. Februar 2018, 16:20 Uhr

Songs, die die Seele berühren, den Intellekt kitzeln, in denen Humor steckt und die zum Tanzen inspirieren – das hinzukriegen versuchen viele. Holler My Dear aus Berlin zählen zu jenen, die einen Dreh gefunden haben. Jetzt sind sie auf Tour. Vor ihrem Konzert im Bremer Lagerhaus waren sie bei uns im Studio.

Zwei Männer und eine Frau stehen neben Mikrofonen und lachen. [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]
Holler My Dear - entspannt nach dem Interview bei Bremen Zwei. Die Band lernte sich in Berlin kennen. Dort leben die Künstler auch... [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]

Jüngstes Beispiel ist das frisch veröffentlichte Album "Steady As She Goes", das dritte der Bandgeschichte. Das Cover-Motiv korrespondiert mit dem Titel: eine entschlossen blickende, von Farben umspielte Laura Winkler. "Das zu produzieren war sehr langwierig. Wir mussten uns irgendwie neu erfinden, wir wollten da konzeptioneller rangehen. Es ist auch ein politisches Album geworden. Eine wichtige Botschaft ist: Mutmachen, gegen die Angst, gegen den Irrsinn des Alltags. Die Reisen, die wir gemacht haben, haben uns inspiriert - zu Offenheit. Entgegen dem Pessimismus vieler Medien.", so Laura im Gespräch mit Bremen-Zwei-Moderator Hendrik Plass.

Wir sind so eine Proberaumband. Das köchelt vor sich hin, jeder bringt was mit und dann nehmen wir das auf

Schmelztiegel Berlin

Die Österreicherin Laura Winkler, die Ende 2011 aus Graz nach Berlin kam, steht in vielerlei Hinsicht im Zentrum des international besetzten Sextetts. Sie ist Bandleaderin, sie singt, sie schreibt den Großteil der Songs.

Da steckt viel von mir drin, aber auch von den anderen Musikern. Wir sind ein Kollektiv!

Holler My Dear mag ihre Vision gewesen sein. Zum Leben erweckt wurde diese Vision durch die ganz verschiedenen Mitglieder, die mit dafür sorgen, dass die Gruppe unablässig in Bewegung bleibt. Also kein Schubladen-Dasein. "Wir machen uns auch gar keine Gedanken, was das für ein Stil ist, wenn wir unsere Musik schreiben."

Songs, die die Seele berühren, den Intellekt kitzeln, in denen Humor steckt und die zum Tanzen inspirieren – das hinzukriegen versuchen viele. Holler My Dear aus Berlin zählen zu jenen, die einen Dreh gefunden haben. Jetzt sind sie auf Tour. Vor ihrem Konzert im Bremer Lagerhaus waren sie bei uns im Studio -und spielten auch einen Song.

Autor/-in: Hendrik Plass
Länge: 10:54 Minuten
Datum: Dienstag, 13. Februar 2018
Sendereihe: Bremen Zwei | Bremen Zwei

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Holler My Dear

Querfeldein-Stil, Spaß und Tiefgang

Originell ist schon die – überwiegend akustische – Instrumentierung mit Mandoline, Akkordeon, Trompete, Keyboard, Bass-Ukulele, Schlagzeug und einigem mehr. Stilistisch geht’s querfeldein. Die Sechs kreuzen Pop mit Jazz, Folk und Funk, Chanson-Flair mit Rap und Soul. Fast alles scheint möglich. Und am Ende klingt es immer wieder – die hohe Kunst! – nach Holler My Dear. In den Texten wagt Laura Winkler den Spagat zwischen Spaß und Tiefgang, zwischen Witz und Nachdenklichkeit. Unterm Strich vermittelt die Band einen augenzwinkernden Optimismus allen Widrigkeiten zum Trotz, im Kleinen wie im Großen. "Eat Drink And Be Merry" hieß ein heimlicher Hit des Vorgänger-Albums, "The More The Merrier" heißt es auf dem neuen fast trotzig.

Mexiko war schon ziemlich heiß...

Ihre Botschaft haben die sechs mittlerweile auch in ferne Länder getragen. Getourt sind sie schon in Mexiko, Japan, Korea, Estland und dem Iran. "Da sprangen bei einem Open-Air in Mexiko einfach ein paar tausend Leute vor dir rum. Die sind total abgegangen. Die konnten sogar die Dancemoves aus unserem Musikvideo mitmachen. Das hat mich echt erstaunt", so Laura Winkler. In Bremen wurden sie unter anderem im Frühjahr 2016 im Rahmen des Women in (E)motion-Festivals gefeiert. Mit neuem Programm kehren Holler My Dear jetzt zurück.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 13. Februar, 16.20 Uhr.

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