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CD-Tipp

Es war nicht so gemeint

Mit von der Partie: Schauspielerin Josephine Busch

17. August 2017

Seit über vier Jahren und zwei Alben hat die Berliner Band Prag mit deutschsprachiger Popmusik, garniert mit Orchesterklang und Filmelementen, einen eigenen Stil kreiert. Die Bandmitglieder zeigen sich gerne im Beatnik-Stil und gestalten Outfit und Cover selbst, ebenso ihre Musikvideos. Prag versteht sich als Gesamtkunstwerk.

Cover: Es war nicht so gemeint [Quelle: tonpool Medien]
Prag: Es war nicht so gemeint [Quelle: tonpool Medien]

Live mit dem Orchester eingespielt

Erik Lautenschläger und Tom Krimi beschreiben im ersten Song ihre ersten Schritte. Die beiden, die sich selber gerne als Kunstfiguren, die nicht so ganz aus dieser Welt stammen wollen, darstellen, sind der Filmpose und der großen Geste treu geblieben. Es gibt auf diesem Album wieder den Mix aus überbordenden Hymnen und intimen Erzählungen, die Prag-Songs immer zu einem besonders romantischen Ereignis gemacht haben. Das mag man mögen oder nicht, in jedem Fall bietet das neue Album genug Stoff für Fans und all jene, die die Band als Live-Event mögen. Denn die neuen Lieder wurden durchweg in Live-Atmosphäre mit dem Orchester eingespielt und werden manchmal ganz still.

Trip durch filmische Chansons

Bei "Es war nicht so gemeint" haben sich die beiden Masterminds, Lautenschläger und Krimi, Verstärkung und Ersatz für Nora Tschirmer geholt, eine neue weibliche Stimme musste her. Und die wurde in der Schauspielerin Josephine Busch gefunden, die bei Udo Lindenbergs Show "Hinterm Horizont" dabei war und ohnehin zur Tour-Entourage gehört. Prag benannte sich vor vier Jahren nach der Zusammenarbeit mit dem Prager Filmorchester bei ihrem Debutalbum Premiere. Jetzt bietet die Band einen Trip durch filmische Chansons mit 50er/60er-Jahre Touch und wartet mit der einem genuinen eigenen Orchester-Sound auf. Gute Laune klingt bei Prag dann doch recht verhalten.

Prag mit neuem Album

"Es war nicht so gemeint" ist ein schlüssig erzähltes deutsches Popmärchen mit romantischem Grundton, voller melancholischer Momenten und durchaus originellen Textideen, die um Politik einen großen Bogen machen. Prag bleibt im Elfenbeinturm der sinfonischen Dichtung, besetzt damit eine Nische im deutschsprachigen Popmarkt, was auch schon wieder eine große Kunst ist.

Prag: Es war nicht so gemeint [3:21 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 17. August, 11:40 Uhr.

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