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CD-Tipp

All The Light Above It Too

15. September 2017

Jack Johnson produziert seit Ewigkeiten seine Platten selbst, und das hört man. Hier klingt eigentlich alles nach guter Laune, nach Sand zwischen den Zehen und nach Pina Koladas vor 16 Uhr. Textlich geht es dann ab und zu schon etwas tiefer, denn da geht es um aktuelle Gesellschaftspolitik und mehr.

Cover: Jack Johnson, All the light above it too, Republic [Quelle: Republic]
Jack Johnson, All the light above it too, Republic [Quelle: Republic]

Karma-Positiver-Konsum

Etwas zur persönlichen Unterhaltung kaufen und dabei auch noch etwas Gutes tun: So funktioniert Karma-Positiver-Konsum. Wenn Sie beispielsweise das aktuelle Album des Hawaiianers Jack Johnson kaufen, unterstützen Sie gemeinnützige Projekte wie die Kokua Hawaii Foundation, die Umwelt-Bildungsprogramme an hawaiianischen Schulen fördert. Außerdem geht ein weiterer Teil der Einnahmen an die Johnson Ohana Foundation, die sich weltweit für musikalische, künstlerische und ökologische Bildung einsetzt.

Vom Surfer zum Musiker

Jack Johnson: Geboren und aufgewachsen auf Hawaii als Sohn eines Profi-Surfers. Nach einem schweren Surf-Unfall verabschiedet er sich allerdings von der Profi-Karriere und widmet sich seinem Filmstudium. Neben dem Film wird ihm Musik immer wichtiger. Zunächst spielt er in Bands, später dann alleine und seit seinem Solo-Debüt "Bushfire Fairytales" 2001 steht Jack Johnson für diesen ganz typischen Jack-Johnson-Sound.

Allen Fans von Jack Johnson darf ich die Angst nehmen: Nein, Jack Johnson ist musikalisch keine Experimente eingegangen und klingt eigentlich immer noch so wie vor 16 Jahren. Die akustische Gitarre ist weiterhin der Chef im Ring und gibt meist sowohl die luftigen Akkorde als auch die sehr entspannten Rhythmen vor. Nach seinem sehr puristisch angelegten Album vor vier Jahren hören wir jetzt auch andere Instrumente: Mandoline, Ukulele, E-Pianos oder auch Marimba Klänge. Und über all den Instrumenten liegt diese ultra entspannte Stimme.

Hübsch verpackte Gesellschaftskritik

Jack Johnson produziert seit Ewigkeiten seine Platten selbst und das hört man. Hier klingt eigentlich alles nach guter Laune, nach Sand zwischen den Zehen und nach Pina Koladas vor 16 Uhr. Textlich geht es dann ab und zu schon etwas tiefer. Themen wie die Verschmutzung der Meere werden behandelt, der ungezügelte Egoismus der Gesellschaft und auch Donald Trump. Aber; bei diesen positiv hüpfenden Melodien überhört und vergisst man diese Gesellschaftskritik doch leider allzu schnell. Die einen werden sich freuen, dass sich der Mann treu geblieben ist, die anderen werden vor lauter positiv klingender Glückseligkeit schon eingeschlafen sein. Die Fans von Jack Johnson jedenfalls werden “All The Light Above It Too” lieben.

Jack Johnson: All The Light Above It Too [3:35 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 15. September 2017, 19:05 Uhr

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