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Die Qual der Wahl

Wahlomat – kein Wahlhelfer, aber interessant

30. August 2017

Viele Fragen, die man beantworten muss... und am Ende sagt einem der Wahlomat, welcher Partei man inhaltlich am nächsten steht. Das Internet-Tool ist nun für die Bundestagswahl Ende September freigeschaltet. Reporterin Birgit Reichardt hat sich die Internetseite genauer angeschaut.

Viele Fragen, die man beantworten muss...und am Ende sagt einem der Wahlomat, welcher Partei man inhaltlich am nächsten steht. Das Internet-Tool ist nun für die Bundestagswahl Ende September freigeschaltet. Reporterin Birgit Reichardt hat sich die Internetseite genauer angeschaut.

Autor/-in: Birgit Reichardt
Länge: 4:43 Minuten
Datum:
Sendereihe: Bremen Zwei

Das Prinzip des Wahlomates ist ganz einfach. Es gibt 38 Thesen und vier Antwortmöglichkeiten. Man kann zustimmen, ablehnen, neutral sein, oder die Frage sogar überspringen und ganz ignorieren. Hat man alle Fragen beantwortet, kann man die eigenen Aussagen noch gewichten. Zum Beispiel Arbeitspolitik oder Umwelt-Themen, die zählen dann bei der Auswertung doppelt.

Am Ende spuckt der Wahlomat das Ergebnis aus, und der Nutzer hat dann Hinweise darauf, mit welchen der antretenden Parteien man zurzeit die meisten Gemeinsamkeiten hat.

Wer füttert den Wahl-Automaten?

Die Themenbereiche für den Wahlomaten legen laut Reporterin Birgit Reichardt Experten der Bundeszentrale für politische Bildung fest. Diese sind sowohl Wissenschaftler als auch Redakteure, oft junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. "Die machen das ehrenamtlich und sind für die Inhalte verantwortlich. In der Redaktion sind Vertreter aus allen Bundesländern, gleich viele Männer und Frauen, und Studenten sowie Auszubildende", so Reichardt.

Die Redaktionsmitglieder durchforsten zunächst alle Parteiprogramme und erarbeiten Thesen, die sie dann an die Parteivorstände schicken. Diese sollen dann ihre Haltung mit Begründung an die Bundeszentrale zurückgeben. Der Bremer Jan Morgenstern ist Mitglied der Redaktion. "Die Parteien schicken dann Hunderte Seiten zurück, das heißt von 34 Parteien gibt es Antworten inklusive längerer Aussagen. Das muss alles ausgewertet werden.“

Hier geht es zum Wahlomaten

13 Millionen Menschen nutzten Wahlomat vor vier Jahren

Kriegt man da keinen Schreck, weil bei der Auswertung eine Partei aufploppt, die man eigentlich ablehnt? Diese Frage der Reporterin beantwortet Jan Morgenstern so: "Doch. Das kann passieren. Der Grund liegt darin, dass die Parteien ja zum einen eine Antwort auf die These geben – also ob dafür sind oder dagegen. Außerdem begründen sie das auch. Ein schönes Beispiel sind Windräder. Jede Partei, die dem Umweltschutz nahesteht, ist häufig für den Aufbau von Windkraftanlagen. Eine Partei, die das zumindest in der Vergangenheit häufig befürwortet hat, ist die NPD. Und warum? Weil sie für deutschen Wind auf deutschem Boden für deutsche Bürger ist. "

Wahlomat funktioniert auch auf dem Smartphone

Man wischt sich von Frage zu Frage... Wer sich für Netzpolitik interessiert, dem empfiehlt Reporterin Birgit Reichardt den Digitalomaten. Der stellt nur Fragen zu digitalen Themen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 30. August, 11:10 Uhr

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