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Per Anhalter um die Welt

Ein junges Paar dreht Kinofilm über Weltreise

20. Juni 2017

Drei Jahre und 110 Tage um die Welt reisen... ohne Flugzeug, nur per Anhalter und mit dem Schiff übers Meer – das haben Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier erlebt und darüber einen Kinofilm gemacht. Dieser läuft nun in den deutschen Programmkinos. Im Nordwestradio-Gespräch erzählt Patrick Allgaier unter anderem, wie es ist, während einer Weltreise auch noch ein Baby zu bekommen.

Ein dunkelhaariger Mann mit Vollbart sitzt neben einem Computermonitor. [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]
Patrick Allgaier während seines Interview-Besuches in der Nordwestradio-Redaktion. Über drei Jahre ist er mit Frau und Kind, teilweise zu Fuß und per Anhalter, um die Welt gereist. [Quelle: Radio Bremen, Ralph Stölting]

Über 50.000 Kilometer waren die beiden unterwegs. Später auch zu dritt. Der Nachwuchs, ein Junge namens Bruno, kam in Mexiko zur Welt. "Wir wollten in den Osten reisen und dann im Westen wieder ankommen", so Patrick Allgaier im Gespräch mit Moderatorin Hilke Theessen. "Wir hatten vor der Reise die romantische Vorstellung, ohne Flugzeug um die Welt zu kommen. Wir haben gar nicht so in Zeit gedacht, wir wollten einfach sehen, wie groß die Welt ist."

Drei Jahre waren wir unterwegs – und die Welt ist bunt

Die beiden trampten in Freiburg im Breisgau los. Die Route führte sie über den Balkan nach Moskau. Von dort ging es weiter durch Russland und Zentralasien über den Iran und Indien nach China und Korea. In Japan nahmen die beiden ein Containerschiff nach Mittelamerika, wo ihr Sohn Bruno geboren wurde. Danach ging es mit dem VW-Bus noch weiter über den amerikanischen Kontinent, bis sie ein Schiff nach Barcelona in Spanien brachte. Von dort gingen die drei zu Fuß zurück nach Deutschland. Das alles ist nun in einem Film in den Kinos zu besichtigen. "Weit – die Geschichte von einem Weg um die Welt!"

Drei Jahre und 110 Tage um die Welt reisen...Ohne Flugzeug, nur per Anhalter und mit dem Schiff übers Meer - das haben Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier erlebt und darüber einen Kinofilm gemacht. Dieser läuft nun in den deutschen Programmkinos. Im Nordwestradio-Gespräch erzählt Patrick Allgaier unter anderem, wie es ist, während einer Weltreise auch noch ein Baby zu bekommen.

Autor/-in: Hilke Theessen
Länge: 4:22 Minuten
Datum: Dienstag, 20. Juni 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Eine Reise um die Welt ist das eine, aber was geschieht, wenn man krank wird? "Für uns war das ein Alltag, der nach ein paar Monaten so normal war, dass auch Extremsituationen völlig dazu gehört haben. Gwen hatte mal 40 Grad Fieber in der kasachischen Wüste, und wir sind trotzdem noch getrampt." Wir saßen in 667 Autos, und es war normal, draußen zu sein." Als sich Sohn Bruno nach zwei Jahren Reise ankündigte, überlegten beide Weltreisende nicht, die Tour abzubrechen. "Es wäre wie eine Vollbremsung gewesen. Es war viel leichter, die Reise fortzusetzen als zurückzukehren. Denn das war ja der Alltag."

Weltreise mit Filmkameras

Dieser Alltag war nicht von Luxus geprägt. Zwei Rucksäcke, ein kleines Transportrad, später ein VW-Bus waren die Hilfsmittel. Man habe sich ganz bewusst auf das Nötigste beschränkt, so Allgaier. Technisch hochwertige Ausrüstung war allerdings dabei. Allgaier ist von Beruf Kameramann und wollte das Projekt dokumentieren. "Wir haben immer wieder kleine Videos während der Reise geschnitten und nach Hause geschickt. Die Leute haben das sehr geschätzt, dass sie dabei sein konnten und gaben dann die Anregung, gleich einen ganzen Film zu machen." Ein Kino in Freiburg wollte den Film dann zeigen, und dort war er wochenlang ausverkauft. 27.000 Menschen sahen die Doku in kürzester Zeit. Nun läuft der Film auch in Bremen.

Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser reisen momentan mit dem Wohnwagen von Stadt zu Stadt und zeigen den Film persönlich. Dabei kommen sie mit den Zuschauern ins Gespräch. Die häufigsten Fragen: "Seid ihr krank geworden während der Weltreise? Wie war das mit der Geburt in Mexiko? Wie ist es, wieder zu Hause zu sein? Das ist laut Allgaier schön, denn "jetzt haben auch die Omas und Opas was vom Enkelkind".

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 20. Juni, 11:10 Uhr.

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