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Radio-Bremen-Dokumentation

Musik aus der norddeutschen Tiefebene

14. Juni 2017

Was haben Bremen-Oberneuland, Holste und Diepholz gemeinsam? Es sind drei Orte in der norddeutschen Tiefebene. Das ist soweit auch richtig. Aber eben nicht nur. Denn in diesen drei Orten wird seit einem halben Jahrhundert Musikgeschichte geschrieben. Licht ins Dunkel bringt eine Radio-Bremen-Dokumentation.

Noch heute findet sich im ehemaligen Tanzsaal, dem Aufnahmeraum des Studio Nord, die ursprüngliche Ausstattung der 50er Jahre Blick, inzwischen kombiniert mit modernster Digitaltechnik. [Quelle: Radio Bremen, Kinescope Film GmbH]
Noch heute findet sich im ehemaligen Tanzsaal, dem Aufnahmeraum des Studio Nord, die ursprüngliche Ausstattung der 50er Jahre Blick, inzwischen kombiniert mit modernster Digitaltechnik. [Quelle: Radio Bremen, Kinescope Film GmbH]

Nur wenige wissen, dass hier auf dem platten Land große Musikhits produziert wurden. Diese Firmen sind noch heute erfolgreiche Unternehmen, die nicht im musikalischen Mainstream schwimmen und mit ihren besonderen Produktionen weltweit anerkannt sind. Die beiden Radio-Bremen-Autoren János Kereszti und Matthias Greving haben sich dieser Geschichte angenommen.

Hits made in Bremen

"Große Namen, die auch fast jeder kennt, haben in Bremen und Umland ihre Hits produziert", so János Kereszti im Nordwestradio. Heintje, James Last und Rudi Carell, später auch Mr. President. „Eine der erfolgreichsten deutschen Bands, die auch aus Bremen kommt und die auch große Hits hatte.“ In Bremen waren sie eher verschmäht, keiner wollte an den Erfolg glauben. Für Manager Jens Neumann war das eher ein Ansporn, wie dieser in der Dokumentation verrät. Und er sollte Recht behalten.

TV-Tipp:

Die Dokumentation "Als die Hits vom platten Land kamen" läuft am Mittwoch, 14. Juni 2017, um 21 Uhr im Radio Brmen TV und im NDR-Fernsehen.

Das Studio Nord in Bremen spielt eine ganz besondere Rolle in der Dokumentation: Es ist eines der größten privatbetriebenen Studios, sagt Kereszti. Gegründet wurde es von Wolfgang Roloff. In den 1960er und 1970er Jahren stand dieser unter dem Namen Ronny als Schlagersänger auf der Bühne.

Er hat in diesem Studio – und das ist das Besondere – seine Sachen selbst produziert. Heute ist das vielleicht normal. (…) Damals war das wirklich revolutionär. (János Kereszti)
Platten in einem Plattenschrank [Quelle: Radio Bremen]
Von James Last, über Rudi Carell bis Mr. President. Aus dem Norden des Landes kamen einige Hits.

Echte Handarbeit aus Diepholz

Im Film sieht man auch, wie eine Schallplatte entsteht. Eines der fünf größten Plattenwerke steht in Diepholz. „Das ist eher altes Handwerk“ schwärmt  János Kereszti. Als Ende der 1980er Jahre der CD-Boom ausbrach, schmissen viele Pressewerke ihre Maschinen weg. In Diepholz entschieden sich die Firmenchefs anders und stellten die Pressmaschinen erstmal in eine Ecke. Eine weitsichtige Entscheidung.

Als die Schallplatte ihr Revival erlebte, waren sie dann fein raus. (…) Da werden die Schallplatten noch richtig in Handarbeit gemacht.

Musik aus der nordeutschen Tiefebene [5:00 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 14. Juni 2017, 11:10 Uhr

Als die Hits vom platten Land kamen

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