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Nach der Bundestagswahl

Jamaika-Koalition! Chance oder Zwangsjacke?

26. September 2017

Politik wird nach der Bundestagswahl neu definiert. Große Koalition ade, Jamaika willkommen? Raufen sich Schwarz, Grün und Gelb zusammen?

Illlustration Jamaika-Koalition [Quelle: DPA, Frank Rumpenhorst]
Die Nationalflagge von Jamaika steht in Deutschland als Synonym für eine schwarz-gelb-grüne Koalition. [Quelle: DPA, Frank Rumpenhorst]

Zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es wieder sechs Parteien im Bundestag, und realistisch betrachtet können nur CDU/CSU, FDP und Grüne miteinander eine Regierung bilden. Die sogenannte Jamaika-Koalition. Politikwissenschaftler Gero Neugebauer von der Freien Universität Berlin schätzt das auf Bremen Zwei ein. "Es ist eine Chance. Es gibt keine Unvereinbarkeiten zwischen den Parteien. Schlimmer wäre es, gar keine Regierung zu haben oder wieder eine schwarz-rote Regierung, und das wäre Selbstmord auf Raten für die SPD."

"Jamaika" könnte für Kanzlerin Merkel eine Herausforderung sein

Der Politikwissenschaftler Neugebauer glaubt, dass die CDU-Chefin an der Aufgabe, eine Dreier-Koalition zu "domestizieren", wachsen kann – und dadurch auch die Gelegenheit bekommt, die CDU zu modernisieren. Bruchstellen für eine solche Koalition wären aber eingebaut, weil die Position der CSU noch nicht klar sei. "In so einer Koalition muss nicht nur die Chemie zwischen den Personen stimmen, sondern es muss auch jede Partei mit einem bestimmten politischen Projekt die Möglichkeit haben, ihre Identität zu wahren."

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 26. September, 7:10 Uhr.

Kommentar: "Alles ist besser als eine Große Koalition"
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