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Jubiläum

Räuber Hotzenplotz wird 55

Sympathischer Grobian mit Schlapphut

20. Juli 2017

Vor 55 Jahren erschien der erste Band von "Räuber Hotzenplotz". Eine Kasperltheater-Geschichte aus der Feder von Otfried Preußler. Die Schandtaten und Abenteuer des Räubers gibt es als Buch, als Hörspiel und als Film. Die aktuelle Verfilmung stammt aus dem Jahr 2006 mit Armin Rohde als Räuber Hotzenplotz.

Eine Zeichnung vom Räuber Hotzenplotz. [Quelle: Radio Bremen]
Hotzenplotz feiert Geburtstag: Seit 55 Jahren lesen und lieben Kinder die Geschichte vom Räuber mit der "schrecklichen Hakennase".

Armin Rohde hat auch eine Hörbuch-Fassung eingelesen. An seine Rolle und die Dreharbeiten zum Film erinnert sich der Schauspieler gerne.

Anstrengende Dreharbeiten

Die Kritiken waren wohlwollend. Armin Rohde spiele nicht, sondern er sei der Hotzenplotz, hieß es zum Beispiel. "Es war anstrengend", aber das wurde ihm erst im Nachhinein wirklich bewusst, sagt der Schauspieler über die Dreharbeiten, die zwei Monate dauerten und im Sommer in Tschechien stattfanden.

Der Tag begann damit, dass ich um vier Uhr morgens aufgestanden bin, dann wurde ich um fünf Uhr abgeholt. Eine Stunde Fahrt raus. Dann saß ich um sechs Uhr beim Maskenbildner auf dem Stuhl. Das dauerte dann drei Stunden ungefähr, bis ich dann um neun Uhr morgens fertig war. Dann habe ich noch mein Kostüm angezogen, und dann haben wir angefangen zu drehen, zehn bis zwölf Stunden – bei etwas über 30 Grad.
Armin Rohde [Quelle: Radio Bremen]
Armin Rohde spielte den "Räuber Hotzenplotz"

Es sei einfach eine tolle Rolle, die Geschichte habe er erst kennengelernt, als ihm das Drehbuch zugeschickt worden sei, mit der Anfrage, ob er Lust hätte, diese Rolle zu spielen. Als Kind habe er andere Geschichten von Preußler gelesen, "aber nie den Räuber Hotzenplotz". Die Rolle passte gut zu ihm und seiner Phantasie. Sein Beruf beinhalte schon auch eine gewisse Weigerung, komplett erwachsen zu werden.

An der Figur des Hotzenplotz fasziniere ihn das archetypische, "deswegen ist der wahrscheinlich auch so erfolgreich". Diese Mischung:

Er hält sich für den größten Räuber der Welt, ist aber eigentlich ein bisserl unterbelichtet, ist ja nicht der Schlauste ... im Grunde haben die alle 'nen Sprung in der Schüssel.

Das gehöre dazu und mache die Figuren sympathisch. Und nichts sei langweiliger, als alles perfekt und richtig zu machen.

Eine überschaubare Welt

Das Buch sei zeitlos, eine Geschichte von pfiffigen Jungs mit einer Großmutter, wie jeder sie sich wünsche oder gerne hätte. Die verschiedenen sympathischen Figuren böten einen überschaubaren Kosmos. Das Handeln sei merkwürdig aber nachvollziehbar, erklärt Armin Rohde.

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 1. August 2017, 06:40 Uhr

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