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Weltgrößte Computermesse

Trends: E-Sports und "Virtual Reality"

22. August 2017

Bunt-flirrende Monitore, wummernde Bässe auf Messeständen, lange Besucherschlangen vor hunderten von Computern und Spielekonsolen... In Köln startet die Videospielmesse "Gamescom". Über die Neuheiten auf der weltgrößten Spielemesse informiert Martin Schütz.

Ein Mann in einem schwarzen T-Shirt trägt eine riesige dunkle Brille und schaut nach oben [Quelle: DPA, Ralph Goldmann]
Virtual Reality-Brillen übertragen das Spielgeschehen direkt auf die Augen und lassen den Nutzer tief und ungestört in die Welt des jeweiligen Computerspiels abtauchen. Eine VR-Ausrüstung kostet mehrere hundert Euro. [Quelle: DPA, Ralph Goldmann]

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Computerspielmesse offiziell eröffnet (mit Messe-Rundgang und allem drum und dran), dann ist entweder Wahlkampf oder aber die Messe hat eine große Bedeutung. Beides ist der Fall. Die "Gamescom" ist die weltgrößte Videospielmesse mit bis zu über einer Viertelmillion Besuchern. Die kann die Kanzlerin natürlich erreichen, wenn sie sich für multimediale Software und Trends aus den Bereichen "Action, Adventure- und Strategiespiele" interessiert.

Haupttrends der Computerspielbranche in diesem Jahr sind laut Reporter Martin Schütz der so genannte "E-Sports" und Virtual-Reality-Brillen. Die Spielehersteller wie Electronic Arts, Ubisoft oder Nintendo bringen immer mehr Titel auf den Markt, die für die relativ klobigen VR-Brillen geeignet sind. Reporter Martin Schütz: "Wer zum Beispiel als Revolverheld in einem Action-Spiel durch den Wilden Westen reitet und in seinem Wohnzimmer eine solche Brille trägt, der sieht neben sich nicht mehr das Sofa sondern die Prärie". Das Spielgeschehen wird in die Brille übertragen.

In Köln startet die Videospielmesse "Gamescom". Über die Neuheiten auf der weltgrößten Spielemesse informiert Martin Schütz.

Autor/-in: Martin Schütz
Länge: 3:16 Minuten
Datum:
Sendereihe: Der Morgen | Martin Schütz, wdr

E-Sport hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Selbst Fußball-Bundesligisten wie der VFL Wolfsburg oder Borussia Dortmund beschäftigen mittlerweile E-Sportler, also Computerspieler, die virtuell als Fußballteam gegen andere Mannschaften antreten und in einer elektronischen Liga gelistet sind. Die weltweit besten E-Sportler verdienen mittlerweile Preisgelder von bis zu einer Million Euro. Die Weltmeisterschaft des Action-Shooters "Counterstrike" sehen sich im Internet über 50 Millionen Menschen an.

Nach Angaben des Branchenverbandes BIU spielt jeder vierte Deutsche regelmäßig Computerspiele. Die Zeiten, als solche Spiele mit dem Attribut "Killerspiele" verächtlich gemacht wurden, sind lange vorbei. Egal ob PC, Videokonsole oder Smartphone, die Deutschen sind verspielt - allein bis Sonntag werden laut Reporter Martin Schütz über 500 neue Titel gezeigt. Viele davon können angespielt werden, das Publikum steht dafür teilweise bis zu vier oder sechs Stunden in einer Schlange. Dabei haben alle Genres Zulauf, vom Landwirtschaftssimulator über futuristische Actionspiele bis hin zu Wirtschaftssimulationen. Insgesamt erwartet der Veranstalter über 300.000 Besucher.

Spiele-Fachredakteur Gunnar Lott über die Stimmung auf der Gamescom [4:14 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 22. August, 6:20 Uhr.

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