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Filmfest Emden-Norderney

Die Gewinner stehen fest

Das Nordwestradio war dabei

2. Juni 2017

"Un Sac de billes", so der Originaltitel, ist ein bewegendes und großartig besetztes Drama um zwei jüdische Jungs, die sich 1941 ohne ihre Eltern aus Paris nach Südfrankreich durchschlagen müssen.

Plakate des Filmfest Emden [Quelle: Radio Bremen]

Bereits zum 28. Mal tobte der Filmzirkus durch Emden.

Kristin Hunfels und Bernd Scholz [Quelle: Radio Bremen]

Unser Team vor Ort: Kristin Hunfeld und Bernd Scholz.

Drei Menschen sitzen in einem Theater [Quelle: Radio Bremen]

Bernd Scholz mit Regisseur Simon Aboud und Christine Alderson, Produzentin, im Gespräch. Ihr Film "Der wunderbare Garten der Bella Brown" eröffnete das Filmfest.

Viele Menschen in einem Raum [Quelle: Radio Bremen]

Das Bremer "Tatort"-Team stellte seinen neuen Fall auf dem Filmfest vor – eine Premiere.

Drei menschen im Gespräch [Quelle: Radio Bremen]

Regisseur Arman T. Riahi von "Die Migrantigen" im Gespräch mit Kristin Hunfeld. Er erhielt den Creative Energy Award.

Sheri Hagen [Quelle: Radio Bremen]

Sheri Hagen, Schauspielerin und Autorin, war nicht das erste Mal in Emden zu Gast.

Kristin Hunfeld und Ulrich Tukur [Quelle: Radio Bremen]

Hatten einiges zu lachen: Reporterin Kristin Hunfeld und Schauspieler Ulrich Tukur.

Vier Männer auf einer Bühne [Quelle: Radio Bremen]

Tobias Wiemann wurde für seinen Film "Amelie rennt" mit dem NDR-Nachwuchs-Preis ausgezeichnet.

 Bewegendes Drama räumt doppelt ab

Das 28. Internationale Filmfest Emden-Norderney läuft noch bis zum Mittwoch. Die Preise in den insgesamt sieben Wettbewerbssparten wurden aber schon gestern Abend vergeben. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt über 60.000 Euro dotiert. Wer sie bekommt, darüber entscheidet das Publikum per Stimmkarte. Der Hauptpreis des Festivals wie auch der DGB-Preis gingen an die französisch-kanadisch-tschechischen Koproduktion. "Ein Sack voll Murmeln".

Filmplakat: Ein Sack voll Murmeln [Quelle: Weltkino Filmverleih]
"Ein Sack voll Murmeln" hat in diesem Jahr den Bernhard Wicki-Preis gewonnen. [Quelle: Weltkino Filmverleih]

"Un Sac de billes", so der Originaltitel, ist ein bewegendes und großartig besetztes Drama um zwei jüdische Jungs, die sich 1941 ohne ihre Eltern aus Paris nach Südfrankreich durchschlagen müssen. Das Buch des Autors Joseph Joffo, auf dem der Film basiert, ist 1973 erschienen, und gehört in Frankreich noch heute zur Schullektüre. 

Der NDR-Preis für den Nachwuchs ging an den 1981 in Greifswald geborenen Tobias Wiemann für "Amelie rennt", über eine asthmakranke 13-Jährige, die sich weigert, mit ihrer Krankheit umzugehen.

Es geht darum, dass ein junges Mädchen über sich hinauswächst, viel über sich selber lernt, und das sehr unterhaltsam. Jugendfilm zu machen ist wahnsinnig spannend, und der Preis gibt einem natürlich Recht, dass man da auf dem richtigen Weg ist. (Tobias Wiemann)

Aman T. Riahi, Österreicher mit iranischen Wurzeln, bekam für seine Gesellschaftssatire "Die Migrantigen" den Creative Energy Award. Sein bereits mit dem Publikumspreis beim Saarbrücker Max-Ophüls-Festival ausgezeichneter Film spielt in einem fiktiven Wiener Multi-Kulti-Viertel.

Echte Entdeckungen

Wer es nicht nach Emden oder auf die Insel Norderney geschafft hat, kann diese und eine ganze Reihe weiterer Produktionen demnächst im Kino sehen. Wie schon in den vergangenen Jahren haben viele der Festivalfilme bereits einen deutschen Verleih. Aber es gibt auch noch echte Entdeckungen im Programm des Emder Filmfests. Wie "Et les mistrals gagnants". Der französische Dokumentarfilm begleitet schwerstkranke Kinder in ihrem Alltag. In der Klinik, mit Eltern und Geschwistern, beim Spielen, in der Schule.

Ulrich Tukur und die Emder

Der Schauspieler Ulrich Tukur [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehoeft]
Ulrich Tukur wurde in Emden mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet. [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehoeft]

Sehr angetan von seinem ersten Besuch in Emden war Ulrich Tukur. Von Ostfriesentee und Matjesbrötchen, aber vor allem vom zugewandten Emder Festivalpublikum. Gestern Abend nahm der 59-Jährige den Emder Schauspielpreis entgegen und bedankte sich mit einer launigen und überaus amüsanten Rede.

Und zuletzt meine Damen und Herren, und dies von ganzem Herzen, möchte ich mich bei allen Emderinnen und Emdern bedanken für ihre großartige cineastische Neugier, für ihren wunderbaren Humor und für ihre absolute Liebenswürdigkeit, und dass Sie mich für Wert hielten, diesen wunderbaren Preis zu erhalten. (Ulrich Tukur)

Preisverleihung Filmfest Emden [3:22 Minuten]

20 Jahre DGB-Filmpreis

Wie auch im letzten Jahr ist das Nordwestradio Medienpartner. Unsere Reporter Kristin Hunfeld und Bernd Scholz begleiten das Filmfest und berichten über die Highlights in diesem Jahr.

Filmfest in Emden: Stuhl und Plakat [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]
Das Filmfest Emden-Norderney läuft vom 7. - 14. Juni 2017. [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]

Am Freitagnachmittag lud der DGB zum traditionellen Filmgespräch. Die diesjährigen Wettbewerbsbeiträge wurden vorgestellt, und man wollte auch ein bischen zurückblicken auf die vergangenen zwanzig Jahre. Die Kollegin Kristin Hunfeld war mit dem Ü-Wagen am VHS Forum.

FF Emden-Norderney: 20 Jahre DGB-Filmpreis [5:09 Minuten]

Creative Energy Award

Jan Georg Schütte während des Interviews mit Kopfhörer und Mikrofon [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]
Jan Georg Schütte [Quelle: Radio Bremen, Sebastian Bredehöft]

Das Filmfest ist eine Gelegenheit, ungewöhnliche Filme zu sehen – und für die Szene gilt es, neue Kontakte zu knüpfen. Doch auch neun Preise werden in Emden vergeben, dabei werden insgesamt über  60.000 Euro ausgeschüttet. Über einige Preise stimmt das Publikum ab, andere werden von Jurys vergeben – so auch der Creative Energy Award. Bernd Scholz hat mit einem Jurymitglied gesprochen: dem Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte.

Filmfest Emden: Gespräch mit Jan Georg Schütte [5:40 Minuten]

Erfolgreicher Eröffnungsabend

Simon Aboud  [Quelle: Imago/UPI Photo]
Simon Aboud [Quelle: Imago/UPI Photo]

Die Eröffnung im Neuen Theater im Emden war nicht nur bestens besucht, sondern begeisterte auch die 650 Menschen im Saal. "Der wunderbare Garten der Bella Brown" überzeugte die Gäste – glaubwürdige Charaktere, englischer Humor, was fürs Herz, hieß es. Regisseur Simon Aboud sprach gar von der größten Begeisterung, den der Film bisher je bekommen hat – und sehnte sich gleichzeitig doch nach seinem eigenen Garten, in dem es aktuell einiges zu tun gibt.

Filmfest Emden: Der Eröffnungsabend [1:59 Minuten]

95 Filme in einer Woche

Neben den internationalen Filmangeboten laufen allein 22 Deutschlandpremieren oder Uraufführungen in den Wettbewerben.
Zu den prominenten Gästen gehören diesmal: Jessica Schwarz, Nadeshda Brennicke, Regisseur Pepe Danquart, Max Zähle, Florian Baxmeyer, Helena Hufnagel, der Regisseur des Eröffnungsfilms: Simon Aboud und Produzentin Christine Alderson. Als Ehrengäste werden Sibel Kekilli und Schauspielpreisträger Ulrich Tukur in Emden erwartet.

Filmfest Emden: Porträt Ulrich Tukur [3:18 Minuten]

Den Schwerpunkt bildet das nordwesteuropäische Kino. Eröffnet wird das Filmfest mit dem britisch-amerikanischen Film "Der wunderbare Garten der Bella Brown". Darin geht es um die Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Festival verspricht, märchenhaft, tiefgründig und temporeich zu werden.

Das Filmfest Emden-Norderney gehört zu den anerkannten Festivals in Deutschland. Berichte, Sendungen und Gesprächsrunden hören Sie im Nordwestradio. Reporter Bernd Scholz berichtet von der Veranstaltung an der Küste.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 4:15 Minuten
Datum: Mittwoch, 7. Juni 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Spielorte sind: Das CineStar in Emden, dazu das Neue Theater und das VHS-Forum. Auf Norderney gibt es Filme im Kurtheater sowie im Conversationshaus zu sehen. Das Filmfest läuft vom 7. bis zum 14. Juni 2017.

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, 7. Juni, 8:10 Uhr.

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