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Mit dem Ü-Wagen unterwegs

Physik an der Nordsee

13. Juli 2017

Wie entstehen Dünen? Warum ist der Wattboden manchmal geriffelt? Das und mehr sind Themen im Dangaster Nationalparkhaus. Beim Tag der offenen Tür war Reporterin Kristin Hunfeld mit dem Ü-Wagen vor Ort.

Nationalparkhaus in Dangast [Quelle: DPA, Hauke-Christian Dittrich]
Beim Tag der offenen Tür im Nationalparkhaus in Dangast geht es um Strömungsexperimente. [Quelle: DPA, Hauke-Christian Dittrich]
Der Leuchtturm "Alte Weser" [Quelle: Radio Bremen]
Die Strömung in der Nordsee ist mächtig; wie sie wirkt, zeigen Physikdidaktiker im Nationalparkhaus in Dangast.

Physikdidaktiker der Uni Oldenburg haben im Dangaster Nationalparkhaus Mitmachmodule aufgebaut, an denen Besucher erfahren können, wie sich die Strömungen in der Nordsee auswirken. Hohe Dünen, Sedimentablagerungen im Watt, oder auch gefährliche Strömungen, wenn die Flut kommt und sich die Priele rasend schnell füllen – all das wird durch Experimente anschaulich gemacht. Kristin Hunfeld sprach mit Michael Komorek, Physiker der Uni Oldenburg, mit dem Leiter des Nationalparkhauses Lars Klein und Besuchern.

Anschauliche Physik

Weite Landschaft, ein bisschen Sonne, auflaufendes Wasser: So sieht es um 12 Uhr in Dangast aus. Vor Ort war auch der Physiker Michael Komorek von der Uni Oldenburg. Viele Phänomene im Watt haben mit Physik zu tun, erzählt er: Priele, Rippel, Abbruchkanten und Mäanderstrukturen entstehen durch Strömungen. Das kann man direkt bei einer Wattwanderung erleben und auch im Nationalparkhaus erfahren, an Modellen, die den Gezeitenstrom und die Dünenbildung zeigen.

Tag der offenen Tür im Nationalparkhaus Dangast. Forscher haben Experimentierstationen aufgebaut, an denen Strömungsverhalten dargestellt wird. interaktiv und spannend, mit den realen Strömungen der Nordsee vor der Tür. Kristin Hunfeld ist live vor Ort.

Länge: 4:18 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Dies Thema im Programm: Nordwestradio, 13. Juli, 12:10 Uhr.

Mal die Welle machen

eine Frau und ein Kind an einem Wellenerzeuger im Nationalparkhaus Dangast [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]
Einmal selber Strömungen erzeugen können Besucher im Nationalparkhaus in Dangast. [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]

Viel los im Nationalparkhaus, an allen Stationen wird experimentiert. Gebaut wurden die Module von Studierenden, ihre betreuenden Doktoranden stehen in Dangast Rede und Antwort. Jetzt sind die Module fest in der Hand von Kindern, die versuchen, mit einem Luftstrom Sand zu Dünen aufzuhäufen oder durch Rütteln von Wannen, die mit Wasser und Sand gefüllt sind, den Riffelboden im Watt nachzubilden. Den Spaß, den die Besucher in Dangast haben, hatten die Tüftler von der Uni vorher: beim Bauen und Ausprobieren der Exponate.

Mit dem Ü-Wagen in Dangast (2) [4:48 Minuten]

Dies Thema im Programm: Nordwestradio, 13. Juli, 14:10 Uhr.

Der kleine Golfstrom

Ein Kasten mit Wasser, in den ein Schlauch führt: ein Strömungserzeuger. [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]
Kleiner Strom, großer Golfstrom: Das Prinzip ist das gleiche. [Quelle: Radio Bremen, Kristin Hunfeld]

Viele Kinder sind da und stürzen sich auf die Experimente. Kristin Hunfeld traf Vater und Sohn an einem Strömungsgerät. Es ist ein Plexiglaskasten mit Wasser, auf einer Seite wird das Wasser erhitzt, auf der anderen gekühlt. Der Effekt: Durch den Temperaturunterschied entsteht eine Strömung, die mit blauer Tinte sichtbar gemacht wird. Man kann im Kleinen nachvollziehen, wie große Meeresströmungen wie der Golfstrom entstehen.  

Gefördert wurde das Projekt von der Bundesstiftung Umwelt, um das Interesse an physikalischen Phänomenen zu wecken. Denn künftige Physiklehrer werden gebraucht.

Mit dem Ü-Wagen in Dangast (3) [3:17 Minuten]

Dies Thema im Programm: Nordwestradio, 13. Juli, 15:10 Uhr.

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