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Bundestagswahl 24. September

Die Spitzenkandidaten und ihre Positionen

15. September 2017

Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Prüfstand: Jeden Morgen haben wir einen der Spitzenpolitiker der sechs größten Parteien im Interview. Dabei wollen wir Positionen und Wahlversprechen auf Herz und Nieren prüfen. Heute: Alexander Gauland, AFD.

Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Prüfstand: Jeden Morgen haben wir einen der Spitzenpolitiker der sechs größten Parteien im Interview. Dabei wollen wir Positionen und Wahlversprechen auf Herz und Nieren prüfen. Heute: Alexander Gauland, AFD.

Autor/-in: Jörn Albrecht
Länge: 7:34 Minuten
Datum:
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Die Alternative für Deutschland (AFD) wird als rechts-populistische Partei bezeichnet. Das ist ein Begriff, mit dem deren Spitzenkandidat Alexander Gauland nichts anfangen kann. Bei Bremen Zwei sagte er: "Wir sind bestimmt eine populistische Partei, weil wir dem Volk aufs Maul schauen, wie Luther mal gesagt hat. Das ist Populismus. Wieso wir rechts sind, kann ich gar nicht nachvollziehen!".

D-Mark und Grenzkontrollen

Die AFD will viele Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zurückdrehen. Die Europäische Union möchte sie zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft machen. Ausländer sollen sofort ausgewiesen werden, wenn sie Straftaten begehen - das sind Kernaussagen der Alternative für Deutschland. "Es gibt gewisse Entwicklungen der Moderne, die wir für schädlich halten. Beispielsweise sind wir gegen die multikulturelle Gesellschaft, beispielsweise sind wir gegen einen Freiheitsbegriff, der die Gesellschaft auflöst."

Wir sind ein gäriger Haufen, eine Partei, die aus den demokratischen Graswurzeln lebt - Alexander Gauland über die AFD

Heftige Streitereien seien dabei normal. Gegenüber der Gründung der Grünen in Frankfurt vor Jahrzehnten sei der Zustand und die Diskussionskultur der Alternative für Deutschland "noch harmlos".

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 8:00 Minuten
Datum:
Sendereihe: Der Morgen

"Wie geht`s denn ihren Zeigefingern?", das wollte Moderator Tom Grote zu Beginn des Gespräches wissen. Göring-Eckardt stockt und meint dann: "Die habe ich vergessen, wieso?" "Dann dürfen wir damit rechnen, dass es keine Politik der erhobenen Zeigefinger von den Grünen geben wird!", so Grote. "Das ist ein komischer Vorwurf, der uns da immer gemacht wird von Leuten, die uns nicht kennen". Hintergrund der Einstiegsfrage: Die Grünen forderten im letzten Wahlkampf, dass es in Deutschland einen fleischlosen Tag geben sollte.

Die Themen liegen auf der Straße - Katrin Göring-Eckardt zu Wahlkampfinhalten

Dieselskandal, Fibrunil-Eier, Hurricanes nicht nur in den Vereinigten Staaten, das ökologische Thema...all das seien Themen, um die die Grünen sich kümmerten und der Wähler habe das am 24. September in der Hand, so Göring-Eckardt. Allerdings glaubt sie, dass sich bei dieser Bundestagswahl die Wähler erst wenige Tage vor dem Urnengang entscheiden würden.

Familienpolitik bei den Grünen zentral

"Die Frage von Patchwork-Familien, wer hat da welche Rechte, wie sorgt man dafür, dass Kinder an der ersten Stelle stehen, es geht um die Frage einer modernen Form von Familienvertrag..." Eine Koalitionsaussage mit Karin Göring-Eckardt gab es im Bremen-Zwei-Gespräch nicht. Es gebe ein Duell um den dritten Platz und das werde sich zwischen Grünen und FDP entscheiden.

Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Prüfstand: Jeden Morgen haben wir einen der Spitzenpolitiker der sechs größten Parteien im Interview. Dabei wollen wir Positionen und Wahlversprechen auf Herz und Nieren prüfen. Heute: Ursula von der Leyen, CDU.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 7:41 Minuten
Datum: Donnerstag, 14. September 2017
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

"Wir sind in Europa die Wirtschaftslokomotive und der Stabilitätsanker. Diese Richtung wollen wir festigen", mit diesem Hinweis wirbt von der Leyen um Kontinuität für die Politik ihrer Partei. Moderator Tom Grote hielt dagegen: "Der Klimawandel bedroht Teile der Welt, Flüchtlinge kommen und kommen, Krieg und Terror und wir machen es uns gemütlich, so einfach ist das?" Von der Leyen als Verteidigungsministerin sieht Deutschland bei der Lösung internationaler Krisen eingebunden, man sei nicht untätig und genieße hohen Respekt weltweit. Überhaupt stellte die CDU-Politikerin internationale Politik und Sicherheitsfragen in dem Interview in den Vordergrund. Im Wahlcheck musste von der Leyen sich zum Thema "Familie und Beruf" äußern.

Wann werden Sie Bundeskanzlerin ? - Modertor Tom Grote

Ursula von der Leyens Antwort auf die abschließende Frage war "Merkel-loyal". "In jeder Generation gibt es eine Bundeskanzlerin. In meiner ist das Angela Merkel!"

Bei der letzten Wahl 2013 flog die FDP aus dem Bundestag. In diesem Jahr stehen die Chancen gut zurück zukehren. Der Parteichef steht dabei im Mittelpunkt: Christian Lindner war bei Bremen Zwei im Gespräch.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 7:05 Minuten
Datum: Mittwoch, 13. September 2017
Sendereihe: Der Morgen | Bremen Zwei

Bei der letzten Bundestagswahl flog die FDP aus dem Parlament. Lindner ist ziemlich optimistisch, dass die Freien Demokraten diesmal locker den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Wenn sie denn im Bundestag ist, will die FDP laut Lindner für massive Steuersenkungen eintreten. "Von der Krankenschwester bis zum Ingenieur zahlen alle enorme Steuern. Stromsteuer runter und der Solidaritätszuschlag soll 2019 entfallen."

Wer bedroht ist, den schützen wir - Christian Lindner zur Flüchtlingspolitik

Die FDP will dennoch ein Einwanderungsgesetz, mit dem "man sich die Leute aussuchen" könne. "Wer unsere Sprache beherrscht, wer für seinen Lebensunterhalt aufkommen kann, der soll uns willkommen sein". Liberalität bedeute, klare Regeln zu haben. Eine schwarz-grün-gelbe Koalition lehnt Lindner ab, weil die Grünen nicht so weit seien.

Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Prüfstand: Jeden Morgen haben wir einen der Spitzenpolitiker der sechs größten Parteien im Interview. Dabei wollen wir Positionen und Wahlversprechen auf Herz und Nieren prüfen. Heute: Thomas Oppermann, SPD-Fraktionschef im Bundestag und niedersächsischer Spitzenkandidat.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 8:00 Minuten
Datum:
Sendereihe: Der Morgen

Das Interview mit dem SPD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Thomas Opppermann, begann Moderator Tom Grote so: "Ein Idiot ist ein Idiot. Zwei Idioten sind zwei Idioten. Zehntausend Idioten sind eine politische Partei! - hat mal der Schriftsteller Franz Kafka gesagt. Was sagt uns das über die SPD?" Antwort von Oppermann: Wir sind erstens viel mehr und zweitens keine Idioten, sondern Leute, die unsere Demokratie gestalten wollen!". Kafka habe das moderne Parteiensystem noch nicht gekannt.

Gebührenfreie Kinderbetreuung, Steuererleichterungen - "Wohlstand soll ankommen"

Viele Versprechungen macht die SPD. "Der Wohlstand, den wir in Deutschland haben, der kommt nicht überall an. Alle, die sich anstrengen, sollen auch teilhaben", so Oppermann. Mit Themen wie sichere Renten, bessere Bildung gehe die SPD nun in die Schlussphase des Wahlkampfes. Kanzlerin Merkel (CDU) sei keine Sozialdemokratin, auch wenn sie immer wieder "Anleihen bei den Sozialdemokraten macht", so Oppermann, der auch Spitzenkandidat seiner Partei in Niedersachsen ist.

Seit wann steht denn die SPD für so stramme Innenpolitik - Moderator Tom Grote zur Haltung der SPD in Sachen kriminelle Flüchtlinge

"Hier kann nur einer dauerhaft einen Platz finden, der die Regeln unserer Verfassung akzeptiert. Gewaltverzicht, Männer und Frauen sind gleichberechtigt, religiöse Toleranz. Wer diese Regeln nicht beachtet, der hat hier nichts zu suchen.!" so Oppermann zum Thema Integration von Flüchtlingen aus anderen Kulturkreisen. Die SPD stehe für das Asylrecht, aber alle müssten sich an die Spielregeln halten. Terroristische Gefährder müssten damit rechnen, verhaftet und abgeschoben zu werden.

Kandidaten auf dem Prüfstand: Jeden Morgen haben wir einen der Spitzenpolitiker der sechs größten Parteien im Interview. Dabei wollen wir Positionen und Wahlversprechen auf Herz und Nieren prüfen. Den Auftakt macht Dietmar Bartsch von den Linken. Er ist Fraktionschef und Spitzenkandidat seiner Partei. Die Linken haben ihr Programm mit den Schlagworten "Sozial. Gerecht. Frieden." überschrieben.

Autor/-in: Tom Grote
Länge: 8:28 Minuten
Datum:
Sendereihe: Der Morgen

Dietmar Bartsch von den Linken ist Fraktionschef und Spitzenkandidat seiner Partei. Die Linken haben ihr Programm mit den Schlagworten "Sozial. Gerecht. Frieden." überschrieben. "Meinen Sie damit auch Friede, Freude, Eierkuchen", wollte Moderator Tom Grote wissen. "Nein - und es ist natürlich auch nicht so, dass keine Partei in ihrem Wahlprogramm sagt Unsozial. Ungerecht. Krieg. Aber es soll zusammenfassen, wo unsere Kernkompetenz ist", so Bartsch. Grundeinkommen für alle Bürger, kostenlose Bildung, höherer Mindestlohn, keine Mini-Jobs...das sind Kernforderungen der Linken.

Wer soll das bezahlen?

Spitzenkandidat Bartsch will beispielsweise Spitzenverdiener höher besteuern ("Wir haben teilweise obzönen Reichtum"). Die Erbschaftssteuer soll angepasst werden und bei der Rente soll es laut der Linken eine Umverteilung geben. "Bei der Gesundheit wollen wir paritätische Finanzierung ohne Beitragsbemessungsgrenze."

Ich will nicht, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird - Dietmar Bartsch zu künftigen Aufgaben der Bundeswehr

Die Linke ist laut Bartsch in Bremen auf der Erfolgsspur. "Ob wir in Bremen und Bremerhaven drittstärkste Partei werden, das ist eine offene Frage. Wir versprechen keine Wolkenkuckucksheime. Fakt ist, dass die Schere bei Reichtum und Armut immer weiter auseinandergegangen sind."

Am Dienstag im Gespräch: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 16. September, 7:20 Uhr.

"Afrikas Probleme von heute sind übermorgen unsere."
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