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"Blade Runner 2049"

Wie menschlich sind Maschinen?

Ridley Scott hat 1982 mit "Blade Runner" einen Meilenstein der Filmgeschichte erschaffen. Jetzt kommt die Fortsetzung "Blade Runner 2049" ins Kino. Im Mittelpunkt stehen wieder künstliche Menschen, sogenannte Replikanten, die auf fernen Planeten leben und von richtigen Menschen nicht zu unterscheiden sind. "Blade Runner" hat auch viele Philosophen inspiriert, wie Philipp Hübl.

Szene aus dem Film Blade Runner 2049. [Quelle: Sony Pictures Releasing]
In Welt ist im jahr 2019 ein schmutziger, dunkler Ort. [Quelle: Sony Pictures Releasing]

Wie realistisch ist "Blade Runner 2049"? [4:32 Minuten]

Blade Runner greife ein altes Motive aus der Kulturgeschichte auf, sagt der Juniorprofessor für Philosophie an der Uni Stuttgart, nämlich die Überlegung, dass der Mensch ein anderes intelligentes Wesen erschaffen könne. Diese Überlegung sei immer mit zwei Aspekten verbunden: Zum einen die Frage, ob das überhaupt funktioniert und zum zweiten der Befürchtung, dass dieses Wesen intelligenter als der Mensch werden könnte, womöglich über ihn hinaus wächst und ihn als obsolet erklärt. Im Film "Blade Runner" seien die Replikanten auch eine Art verbesserter Mensch, die sich dann an ihren Erschaffern rächen, so Hübl.

Die Replikanten sind von den Menschen kaum zu unterscheiden. Sie haben jedoch – anders als die Menschen – keine Gefühle. Im "wahren Leben" seien die fehlenden Gefühle nicht der einzige Unterschied zwischen Menschen und Maschinen, sagt Hübl. Der zentrale Unterschied sei das Bewusstsein, das den Maschinen fehlt.

Szene aus dem Film Blade Runner 2049. [Quelle: Sony Pictures Releasing]
Der Polizist "K" soll Roboter eliminieren. [Quelle: Sony Pictures Releasing]

Formen künstlicher Intelligenz

Man müsse zwischen zwei Formen künstlicher Intelligenz unterscheiden: Da ist zum einen die Idee aus "Blade Runner", einen Menschen künstlich zu erzeugen. Da Menschen intelligent sind, wäre das eine echte künstliche Intelligenz. Die Frage, die man eher im Alltag stelle, sei: Können normale Computer denken? Sie werden von Menschen programmiert und funktionieren nach bestimmten mathematischen Regeln. Zwar gebe es auch Computer, die eigenständig lernen, aber dieses "Lernen" sei im Grunde nur eine komplexe Programmierung. Deshalb sehe er es als Philosoph kritisch, sagt Philipp Hübl. Das sei der große Unterschied zwischen Mensch und Computer: Beide lösen Probleme, aber die Menschen sind dafür nicht programmiert worden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 5. Oktober, 06:40 Uhr.

Wer ist Philip Kindred Dick?

Szene aus dem Film Blade Runner 2049. [Quelle: Sony Pictures Releasing]
Menschen aus dem Reagenzglas. [Quelle: Sony Pictures Releasing]

Er hat Werke geschaffen wie das "Orakel von Berge", "Träumen Androide von elektrischen Schafen" oder "Totale Erinnerung" – der US-amerikanische Schriftsteller Philip Kindred Dick. Werke, die vermutlich nur wenige Menschen kennen – und die doch weltbekannt sind: als Verfilmungen: "Total Recall" mit Arnold Schwarzenegger zum Beispiel; und aus dem Buch über Androiden, die vielleicht von elektrischen Schafen träumen, wurde der Kultfilm "Blade Runner". Dick gilt als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Schriftsteller und ist trotzdem recht unbekannt. Marcus Stiglegger ist Film- und Kulturwissenschaftler und stellt das Genie vor.

Wer ist Philip Kindred Dick? [4:55 Minuten]

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 5. Oktober, 11:10 Uhr.

Kino-Tipp:
Blade Runner 2049

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