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Größtes Album aller Zeiten

Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band

50 Jahre Beatles Album

1. Juni 2017

50 Jahre "Sgt. Pepper" – das ist eines der gewichtigsten Pop-Jubiläen dieses Jahres. Das achte Studio-Album der Beatles gilt als eines der Schlüsselwerke der Popgeschichte, das enormen Einfluss hatte auf die weitere Entwicklung der Popmusik.

Cover: The Beatles "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" [Quelle: Apple (Universal Music)]
Cover: The Beatles "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" [Quelle: Apple (Universal Music)]

Ein Gespräch mit Arne Schumacher aus der Musikredaktion.

50 Jahre St. Pepper [3:24 Minuten]

Auf dem großen Beatles-Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" waren gar nicht so viele Hits und Evergreens drauf. Was war also das Besondere?

Das Besondere an diesem Album ist das Ganze, das Konzept und das Wie. Das sind die Produktionsumstände, man hat alle technischen Möglichkeiten ausgenutzt und etwas für die Zeit außergewöhnliches geschaffen. Die Band hat viel experimentiert und sich vom alten Prinzip des Live-Spielens gelöst. Sie haben Dinge ausprobiert und etwas geschaffen, das als Gesamtkunstwerk funktioniert. Tatsächlich war ja auch die alte Pressung, die Vinylpressung, eine bei der auf den jeweiligen Seiten keine Stückuntereilung war. Da ging alles ineinander über. Das Album war als Gesamtwerk konzipiert und, das macht es so besonders.

Wie ist es dazu gekommen, dass die Band diese Ideen und diese Form entwickelte?

Auslöser war der Abschied von der Bühne, ein Durchatmen vom Konzertstress. Nach einer Pause haben sich die Beatles als Band quasi neu erfunden. Sie haben sich im Studio neu angenähert und haben das Studio mit all seinen Möglichkeiten für sich entdeckt. George Martin (der fünfte Beatle) hat ihnen dabei geholfen. Auch der Zeitgeist hat eine Rolle gespielt und direkten Einfluss auf einzelne Stücke gehabt.

Ist alles großartig an diesem Album?

Es ist ein Meisterwerk. Aber eines, das auch seine schwächeren Momente hat. Einzelne Stücke wie "Lovely Rita" oder "Fixing A Hole" sind eher durchschnittliche Titel, nicht unbedingt für die Ewigkeit gemacht. Auch technisch wirkt manches arg zusammengehauen. Dennoch funktioniert das Ganze gut miteinander. Das Faszinierende dabei ist diese überbordende Fantasie, die bis heute ansteckend ist. Der Geist dieser vier Musiker vermittelt sich, und man spürt bei einzelnen Momenten diese Kraft, die über das Album hinauswirkt.

Dieses Thema im Programm: Nordwestradio, Der gute Morgen, 1. Juni 2017, 6:35 Uhr

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