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Neuer Film von Al Gore

Klimawandel: Unbequeme Wahrheiten

7. September 2017, 7:35 Uhr

Heute kommt  der neue Film von Ex-Vize-Präsident Al Gore in die Kinos. Zehn Jahre nach seinem Oscar-prämierten Klimaschutzfilm "Eine unbequeme Wahrheit" hat der ehemalige US-Vizepräsident eine Fortsetzung mit dem Titel "Immer noch eine unbequeme Wahrheit" gedreht. Die Doku zeigt, was sich seit dem ersten Film auf der Erde verändert hat und wie dramatisch die Folgen des Klimawandels schon sind. Gedreht wurde auch auf einer Forschungsstation auf den Gletschern Grönlands; Al Gore interviewte dort den Leiter der Station, Konrad Steffen. Der Schweizer ist Glaziologe und Klimawissenschaftler.

Al Gore vor einem Gletscher in Grönland [Quelle: Imago, ZUMA Press]
Ex-Vize-Präsident Al Gore hat einen neuen Film über die weltweiten Klimaveränderungen gedreht – unter anderem auch in Grönland. [Quelle: Imago, ZUMA Press]
Al Gore und Dr. Konrad Steffen im "Swiss Camp" in Grönland. [Quelle: DPA, Paramount /Courtesy Everett Collection]
Al Gore und Konrad Steffen im "Swiss Camp" in Grönland. [Quelle: DPA, Paramount /Courtesy Everett Collection]

Konrad Steffen hat schon bei Al Gores erstem Film "Eine unbequeme Wahrheit" zusammengearbeitet. Sie kennen sich seit 15 Jahren. In Grönland lasse sich der Rückgang der Gletscher besonders anschaulich zeigen, sagt Steffen. Das ist auch im neuen Film von Al Gore zu sehen, der die Forschungsstation der Schweizer besuchte. Sie wurde 1990 direkt auf das Eis gebaut; bis zum Jahr 2002 war alles in Ordnung. Dann begann das Eis zu schmelzen, die Station stand auf ihren Verankerungen in der Luft und brach 2011 zusammen. Der Neubau – wieder direkt auf das Eis gebaut – steht inzwischen auch schon wieder sechs Meter hoch über dem Eis.

Das ist dramatisch – und es zeigt die Auswirkungen des Klimawandels auf den arktischen Raum. Dort und in den Alpen wird die Erwärmung stärker sein als in den mittleren Breiten, sagt Konrad Steffen. Bis zum Ende des Jahrhunderts werde es in der Arktis vermutlich zwischen vier und sechs Grad wärmer.

Lässt sich der Klimawandel noch aufhalten?

Bremsen auf jeden Fall, aufhalten leider nicht, denn das CO2, das wir in die Atmosphäre hineingeben, bleibt dort für 500 Jahre. Die Zunahme müssen wir so schnell wie möglich verringern, denn wir wollen auch in der Zukunft in den mittleren Breiten ein Klima haben, das erträglich ist.

Gespräch mit Konrad Steffen [4:49 Minuten]


Dies Thema im Programm: Bremen Zwei, 7. September 2017, 7:35 Uhr.

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