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Maxim im Interview


Maxim und Malin Kompa im Bremen-Vier-Studio [Quelle: Radio Bremen]
Malin Kompa und Maxim

Maxim macht melancholische Musik, ist aber ein sehr fröhlicher Zeitgenosse. Mit seinem neuen Album "Das Bisschen was wir sind" in den Startlöchern gibt er fleißig Interviews und redet über Gott und die Welt. Mit uns zum Beispiel über Quatschmusik, kriminelle Energie und den Sinn des Lebens.

Seit Maxim 2013 mit dem Album "Staub" seinen Durchbruch feiern konnte, ist er zu einer echten Größe im deutschen Popbusiness im Spannungsfeld zwischen HipHop und R'n'B geworden. Über sein fünftes Studioalbum "Das Bisschen was wir sind" hat er mit Malin Kompa gesprochen.

Du bist ganz schön oft im Bremen-Vier-Land - gefällt es dir hier?

Ja, voll! Ich bin heute Morgen schon ein bisschen an der Weser spazieren gewesen, die Sonne hat geschienen, es war toll!

Du reist gerade durch die ganze Republik, weil am Freitag dein neues Album "Das Bisschen was wir sind" rauskommt - hattest du denn diesen Sommer schon mal Urlaub?

Nein, ich hab noch nicht mal gegrillt! Kein einziges Mal diesen Sommer!

Wie sahen deine letzten Wochen kurz vor dem Albumrelease denn aus?

Jeder Tag anders. Es kommt immer irgendwas rein und man denkt: In einer Woche hab ich frei! Und dann kommt wieder irgendwas, Proben, unterschiedliche Setups, ein Akustiksetup, das wir bei den Radios gemacht haben. Es gibt so viele Sachen, die man proben muss!

Jeder, der ganz normal arbeitet, kann sich das wahrscheinlich überhaupt nicht vorstellen: Dass man am laufenden Band damit beschäftigt ist, sich um sein Produkt zu kümmern.

Es ist auf jeden Fall gerade krass. Man macht das Album und muss ballern, ballern - und dann geht es direkt in die Promo über.

Wenn du doch mal eine Minute für dich hast: Wie entspannst du am besten?

Musik hören! (lacht)

Echt? Das hab ich mich schon oft gefragt: Hört man als Musiker wirklich so oft Musik?

Ich liebe es einfach! Ich hab mir gerade auch meinen Plattenspieler von meinem Dad zurückgeholt. Musik hören ist geil!

Was ist das letzte Album, das du dir besorgt hast?

Ich hab mir gerade alle Portishead-, Massive-Attack- und Bon-Iver-Alben geholt.

Ist es eher diese nachdenklichere Musik, die dich inspiriert?

Auf jeden Fall! Ich mag supergerne eine etwas düstere Stimmung in der Musik.

Du wirkst aber jetzt nicht wie ein besonders melancholischer Typ - welche Dinge verarbeitest du in deiner Musik?

Die Zeit, in der in sitze und schreibe, ist eine sehr einsame Zeit. Und da kehre ich eher diese Seite von mir heraus. Ich mag auch nicht so gerne witzige Musik. Ich will in der Musik über das reden, was wirklich von Bedeutung ist. Eineinhalb Jahre an einem Album arbeiten und darauf nur Quatsch machen - das ist kein Konzept, das ich mir vorstellen kann. Quatsch gibt's da draußen genug!

BremenVier.online, 31. August 2016

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