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Kesha


An ihre eher trashigen Elektropop-Zeiten erinnert eigentlich nur noch das Cover von "Rainbow": nackt läuft sie durch Wasser in Richtung Licht, umgeben von bunt blinkenden Ufos und einem Regenbogenband. Das dritte Album von Kesha ist ein musikalischer und persönlicher Befreiungsschlag, hin zur Selbstbestimmung. In den vergangenen Jahren hat auch nicht die Musik Keshas Leben bestimmt. Es waren Therapien, Drogen, Depressionen, Suizid-Versuche und die zuletzt zurückgezogene Klage wegen sexueller Belästigung, Nötigung und Vergewaltigung gegen ihren langjährigen Produzenten Dr. Luke. Kesha musste sich zurück ins Leben kämpfen – mit Erfolg!





"Rainbow" beweist vor allem eins: Kesha kann viel mehr als nur Dancepop und Partygirl. Für "Rainbow" besinnt sie sich der Country-Wurzeln ihrer Heimat Nashville und verzichtet erstmals vollständig auf Autotune. Gut so! Denn Kesha kann singen. Sei es in der Single "Praying", einer Klavierballade, die sie niemand geringerem als Dr. Luke widmet, oder  bei dem souligen Song "Woman", in dem sie von den Dap-Kings begleitet wird, der ehemaligen Backing-Band von Amy Winehouse. Wenn Keshas "Rainbow" die Aufarbeitung aller persönlichen Rückschläge der letzten drei Jahre ist, dann brauchen wir uns um sie erstmal keine Sorgen mehr machen. Diese "motherf*cking woman" kommt gut alleine klar.




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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, 14. August 2017

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