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Die Toten Hosen: Laune der Natur


Ja, es ist eine Laune der Natur, dass auch Die Toten Hosen mal älter werden. Da gilt es, auf dem schmalen Grat zwischen berufsjugendlichem Alt-Punk und gesellschaftsrelevantem Rockstar zu wandeln. Und ja: Die Jungs schaffen das noch immer! Nicht zuletzt, weil Campino eben der beste deutsche Shouter ist. Da gibt's nach fünf Jahren Pause auf dem 16. Studioalbum tatsächlich ein paar der besten Hosen-Songs aller Zeiten. Mal einfach nur spaßiger Pogo, mal politisch, mal ein Rückblick auf die auf der Strecke gebliebenen Freunde. Fein gemacht, Jungs!





So gehört sich das: Weil die Durststrecke ja vorbei ist, haben Kuddel und Andi am Donnertagabend die allerersten "Laune der Natur"-Alben in der Düsseldorfer Altbier-Kneipe Stickum unter die Fans gebracht. Volksnah, wie wir Die Toten Hosen kennen. Obwohl Campino ja auch eine gewisse Arroganz im Pop nicht schlecht findet. Aber es gibt feine Unterschiede, zum Beispiel bei Bob Dylan, der den Literatur-Nobelpreis nicht abholen wollte: "Sein Benehmen war lächerlich. Mag sein, dass er gute Gründe dafür hatte, aber insgesamt kam es doch sehr verkrampft rüber. Natürliche Arroganz ist etwas Erhabenes: Nehmen wir nur einmal David Bowie! Wenn man allerdings Arroganz vor dem Spiegel übt, Oasis waren so ein Fall, ist mir dafür meine Zeit zu schade. Ich frage mich dann immer, warum solche Künstler, die ja großartig sind, so etwas Unzugängliches kultivieren müssen. Man würde sie eigentlich für lässiger halten."

Hörprobe: Energie [29 Sekunden] Hörprobe: Wannsee [26 Sekunden] Hörprobe: Eine Handvoll Erde [44 Sekunden] Hörprobe: Alles mit nach Hause [32 Sekunden]

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