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Bruno Mars: 24K Magic


Damit das klar ist: Bruno Mars ist ein heißer Typ - an jedem Finger hat der zehn Frauen, seine Kumpels sind die besten und Party machen kann man nur zu seinem Sound. Keinen Bock auf Party? Dann hast du hier nichts verloren. Nicht so dein Ding, Funk und 90s-R'n'B? Dann ist "24 K Magic" nichts für dich. Aber: Mit seinem neuen, dritten Album schüttelt Bruno Mars den Mainstreampop ab, orientiert sich an den Songs seiner Jugend und lässt damit unsere Augen glitzern wie 24 Karat.





Bruno Mars hat in den zwölf Jahren seiner Karriere so einiges richtig gemacht: Er hat für Größen wie Adele und Cee Lo Green Songs geschrieben und produziert, hat selbst viele Songs in den Charts platziert und zwei eigene Alben veröffentlicht. Der größte Durchbruch kam aber letztes Jahr, als der Hawaiianer sich in den sicheren Händen von Produzent Mark Ronson weg vom klassischen, glatten Mainstreampop bewegt hat. 1.972.746.268 - eine schöne Zahl und der aktuelle Stand der Abrufzahlen des Videos zu "Uptown Funk". Wie schön, dass sich Mark Ronson auch für "24K Magic" den Funk behalten hat, und auf der Suche nach seinem eigenen Stil offensichtlich auch in seiner Jugend gekramt hat. Geboren 1985 hat Bruno Mars den beatlastigen und bisweilen kitschigen R'n'B der 90er voll abgekriegt. Und der erlebt jetzt ein Revival.

Mit Shampoo Press & Curl hat er sich ein Produzenten-Duo gesucht, das schon für Justin Bieber, Drake und The Weeknd Hits produziert hat, The Stereotypes mischen seit 2013 bei R'n'B- und HipHop-Produktionen mit. Zu authentischen Sounds mit Billo-Beats kommt Lässigkeit mit Sätzen wie "Throw some perm on your attitude" - frei übersetzt in etwa: Pack 'ne Dauerwelle auf deine Laune, entspann dich mal! Auf sexistische Sprüche konnte Bruno Mars leider nicht verzichten. Ob das mit dem Genre zu tun hat, bei dem es einfach viel um Schmusen und Sex geht, bleibt eine Diskussion für wann anders.

Obwohl also die dicke Hose mächtig beeindruckend ist, haben wir immerhin eine Sache gefunden, die andere doch besser können, als Mister 24K-Magic-Mars. Wem der etwas ungelenk vorgetragene Rapstil per se gefällt, hört sich am besten mal durch die aktuellen Anderson-Paak- und Kendrick-Lamar-Alben. Sorry, Bruno. Sonst: Alles glänzend, wie 24K!

Vier Tipps zum Reinhören:

  • Perm
  • That's What I Like
  • Finesse
  • Too Good To Say Goodbye

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Helen Malich, 18. November 2016

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