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Zu Gast bei Bremen Eins

Werder-Trainerin Carmen Roth

27. Juli 2017

Im Juli hat Carmen Roth das Training der Bundesligaspielerinnen von Werder Bremen übernommen. Im Studio sprach Dirk Böhling über ihren sportlichen Werdegang beim FC Bayern München und lernte die neue Cheftrainerin der Damen kennen.

Carmen Roth ist Cheftrainerin der Damen von Werder Bremen [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]
Carmen Roth ist Cheftrainerin der Damen von Werder Bremen [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]

Werdertrainerin Carmen Roth im Gespräch [4:04 Minuten]

Radio Bremen: Was waren bisher ihre Aufgaben bei Bayern München?

Carmen Roth: Die letzten sechs Jahre war ich Trainerin im Nachwuchsbereich bei den U17-Damen des FC Bayern München. Davor habe ich von 2003 bis 2010 in der 1. Frauenbundesliga für den FC Bayern gespielt.

Radio Bremen: Frauenbundesliga ist ein gutes Stichwort: Die Fußballerinnen des SV Werder Bremen sind aufgestiegen. Haben sie die Mannschaft schon kennengelernt?

Carmen Roth: Ja, am 17. Juli war unser Trainingsauftakt. Die Vorbereitung ist schon in vollem Gange. Dabei habe ich die Mannschaft kennengelernt und auch schon einige Gespräche geführt. Ich bin zufrieden. Es ist eine sehr tolle Mannschaft. Sie hat einen guten Charakter und einen guten Teamgeist.

Radio Bremen: Gibt es auch bei den Damen ein Trainingslager?

Carmen Roth: So kurzfristig konnten wir kein Trainingslager planen. Wir werden einen Trainingstag auf unseren Trainingsplätzen am Stadion durchführen. Generell haben wir sechs Trainingseinheiten pro Woche. Dabei trainieren wir viermal abends und zweimal in der Früh. Dazu kommt das Sonntagsspiel.

Radio Bremen: Bei den momentanen EM-Spielen fällt auf, dass die Partien viel seltener unterbrochen werden, weil weniger gefoult wird. Täuscht der Eindruck?

Carmen Roth: Ich glaube, dass der Frauenfußball nicht so sehr von Fouls lebt, sondern von Fair Play und dem Spielfluss. Wir wollen mehr spielen und grätschen nicht so viel wie die Männer.

Radio Bremen: Ins Weserstadion zu den Spielen der Herren kommen rund 40.000 Besucher. Bei den Damen auf Platz 11 sind es immer noch weniger. Woran liegt das ihrer Meinung nach?

Carmen Roth: Ich denke, dass der Männerfußball eine Männerdomäne ist. Der Frauenfußball wächst – aber langsam. Es hat sich in den Jahren schon verbessert. Ich glaube, wir brauchen da noch etwas mehr Geduld. Es wird immer mehr, und die Medien sind immer mehr vor Ort. Es wird nie die Aufmerksamkeit bekommen wie die Herren-Bundesliga, aber wir arbeiten daran und sind auf dem richtigen Weg.

Erstes Heimspiel

Werder Bremen – SC Sand, Sonntag, 3. September 2017

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 27. Juli 2017, 13:20 Uhr

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