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Hier bin ich am liebsten

Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr

24. Oktober 2017

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen, die an Demenz erkrankt sind, nicht mehr nach Hause zurückkommen, weil sie sich verlaufen haben. Dann schlägt die Stunde der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes. Ein Dutzend Vierbeiner und natürlich ihre Herrchen und Frauchen sind für Bremen und das Umland zuständig. Etwa zwei Jahre dauert die Ausbildung, zweimal in der Woche wird im Gelände geübt. Wir waren beim Training dabei. 

Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]
Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr ist der Lieblingsort von Robert Rosenberger. [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]

 

Hier bin ich am liebsten… : Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr [2:57 Minuten]

Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]
Rettungshundestaffel des ASB in Stuhr [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]

Eddie und seine vierbeinigen Kollegen können es an diesem Abend in der Steller Heide südlich von Delmenhorst kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Einige zerren an ihren Leinen, andere bellen aufgeregt. Eine junge Frau aus der Gruppe läuft durch die Abenddämmerung in den Wald hinein und versteckt sich nach 200 Metern in einem Gebüsch. Endlich wird Eddie von der Leine gelassen, in Windeseile verschwindet der Hund im Wald, nur noch die Schellen an seinem Leuchthalsband sind zu hören. Keine Minute später schlägt Eddie an: Er hat die "vermisste" Person gefunden. Erst als sein Herrchen Robert Rosenberger zum Fundort kommt, stellt der Hund das Bellen ein. Nun gibt es die Belohnung: rohe Hühnerherzen. Andere Hundebesitzer haben Pansen oder Bratwurst dabei. Die Geschmäcker auch bei Hunden sind eben unterschiedlich.

Wie oft die ehrenamtliche Rettungshundestaffel des ASB zum Einsatz kommt, ist sehr unterschiedlich. "So drei- bis 15-Mal im Jahr", schätzt Bremen-Eins-Hörer Robert Rosenberger. In der Regel bittet die Polizei um Hilfe, wenn an Demenz erkrankte oder suizidgefährdete Menschen verschwunden sind. Wenn das Rettungsteam im richtigen Gebiet sucht, dann erzielen die Vierbeiner eine Trefferquote von 100 Prozent. Hunde haben eben eindeutig bessere Spürnasen als Menschen. Das liegt an den Riechzellen. Der Mensch hat etwa 5 Millionen davon, einem Hund stehen 40 Mal mehr Riechzellen zur Verfügung!

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 24. Oktober 2017, 8:50 Uhr

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