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Auf ein Wort

Weltfriedenstreffen

Von Martina Höhns

27. August 2017

Frieden, Freiheit – und mehr Geld. Das erwarten die Menschen von der Politik, so das Ergebnis vieler Meinungsumfragen. Noch immer steht der Frieden an erster Stelle. Denn: ohne Frieden kein gutes Leben. Frieden ist ein kostbares Gut und in vielen Teilen der Welt alles andere als selbstverständlich. Das wissen auch die Vertreterinnen und Vertreter der Weltreligionen, die in zwei Wochen zum Weltfriedenstreffen nach Deutschland kommen: Rabbiner aus Israel, Imame aus Ägypten, buddhistische Mönche aus Kambodscha, Kardinäle und Bischöfe aus verschiedenen christlichen Kirchen.

Auch Politiker sind dabei: der Präsident des Europäischen Parlaments ebenso wie die Bundeskanzlerin oder der Präsident von Niger. Es soll aber kein Treffen von Experten hinter verschlossenen Türen werden. Jeder kann teilnehmen, ob jung oder alt und egal welcher Religion. Mehrere Tausend Menschen werden vom 10. bis zum 12. September 2017 in Münster und Osnabrück erwartet.

Hier findet in diesem Jahr das große Weltfriedenstreffen der Religionen und Kulturen statt. Es geht zurück auf Papst Johannes Paul II.  Der hatte schon vor mehr als dreißig Jahren die Oberhäupter der Weltreligionen nach Assisi eingeladen. Er war überzeugt: Dialog und Verständigung zwischen den Religionen sind notwendig, um Frieden zu schaffen und um Frieden zu erhalten. Jahr für Jahr organisiert seitdem die internationale katholische Gemeinschaft St. Egidio Weltfriedenstreffen, immer in einer anderen Stadt und in einem anderen Land. In diesem Jahr nun in Münster und Osnabrück: die beiden Städte, in denen 1648 der Dreißigjährige Krieg beendet wurde.

Die Veranstalter wissen: Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, auch wenn das oft schon sehr viel ist. Frieden fängt klein an, in meinem Inneren: Denn wenn in meinem Inneren Unfrieden herrscht, spiegelt sich das auch nach außen in meinen Worten und Handlungen wider. Der christliche Dichter Reinhold Schneider formuliert es so: "Der Friede der Welt muss in unserem Herzen und in unserem Haus den Ursprung nehmen". Und Papst Franziskus sagt: "Es gibt keinen heiligen Krieg, nur der Friede ist heilig".

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