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Auf ein Wort

G20

Von Sabine Kurth

9. Juli 2017

G20 – nun ist es hoffentlich bald vorbei. Ich kann die Bilder und Berichte aus Hamburg nicht mehr gut ertragen. Die Mächtigen dieser Welt treffen sich für eine Art Klassentreffen. Es wird gelacht und sich amüsiert. Es wird gestritten. Am Ende wird wieder absolute Freundschaft beteuert.

G20. Ein ganzes Hotel wird angemietet, umdekoriert, die Speisekammern nach besonderen Wünschen bestückt. Dann sagt der Gast fünf Tage vor Beginn des Treffens ab. Ein anderer poltert und twittert in der Weltgeschichte herum, dass einem angst und bange wird, sollte er das alles so umsetzen. Polizisten müssen unendlich viele Überstunden machen, obwohl sie schon am Limit arbeiten. Demonstranten werden unter Generalverdacht gestellt. Ich habe zuweilen das Gefühl, es wird gar nicht mehr hingehört, was das Volk auf den Straßen zu sagen hat.

Unendlich viel Geld wird ausgegeben, damit dieses Treffen alle paar Jahre stattfinden kann. Wofür? Ich möchte mit Worten aus der Bibel rufen: Gott, bitte, lass sie klug werden! Lass sie endlich zur Vernunft kommen und den Ernst der Lage begreifen. Es geht doch nicht um persönliche Befindlichkeiten. Es geht schon lange nicht mehr um das Recht des Stärkeren oder die eigenen Vorteile. Es geht wirklich um das Große und Ganze. Es geht um die Menschheit, wie es mit unserem Planeten weitergeht. Es geht um Nachhaltigkeit, damit die, die nach uns kommen eine lebenswerte Welt vorfinden. Es geht um die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung. Die Entscheidungen müssen jetzt fallen und sofort umgesetzt werden. Kann das jemand mal den Teilnehmern am G20-Gipfel sagen?

Auf ein Wort
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