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Auf ein Wort

Glauben

Von Ulrike Oetken

18. Juni 2017

Wer‘s glaubt, wird selig. Das kann glauben, wer will. Die Botschaft hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind? "Woran glaubst Du?" Eine Woche lang hat sich die ARD mit diesem Thema befasst. Viele Aspekte und viele Religionen kamen dabei zu Wort.

Glaube ist das Gegenteil von allem festen Wissen, von Sicherheit und Genauigkeit. "Ich glaube, dass Grönland zu Dänemark gehört", sagt man, wenn man sich seiner Erdkundekenntnisse nicht so sicher ist. Wer in gutem Glauben ist, wird vielleicht gerade betrogen. Aber das Wort "Glauben" kommt auch ins Spiel, wenn es etwas zu staunen gibt: "Kaum zu glauben – aber wahr". Und dass der Glaube Berge versetzt, steht nicht nur in der Bibel, sondern ist längst Sprichwort geworden.

Im Gespräch zwischen zwei Menschen bedeutet "ich glaube dir" viel mehr als "du hast recht". Im Glauben steckt auch die Beziehung, dass man sich zu einem anderen stellt und mit ihm fühlt. Dass man vertraut und auf Beweise dafür verzichtet.

Zwischen Menschen ist das ganz viel. Und im Glauben an Gott auch. Glauben ist nicht Wissen. Ja, das stimmt. Glauben ist etwas ganz anderes und viel mehr: größtmöglichstes Vertrauen, ohne dass wir Menschen leben können.

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