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Von Uwe Cassens

15. April 2018

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Sozial vernetzt bin ich seit fast 10 Jahren.

Den Glanz der frühen Jahre haben die so genannten Sozialen Netzwerke inzwischen für mich verloren. Ich will nicht, dass meine Daten verkauft, gehackt werden, oder sonst irgendwie in Umlauf geraten. Die vergangenen Wochen haben mich misstrauisch gemacht.
Ob ich aussteige?
Erinnern Sie sich noch, wie das losging?  Was war das damals für ein Hype!

"Folgen Sie mir" – auf Twitter. Facebook, Xing oder My Space.
Früher hatte man einen Brief einfach nur unterschrieben. Jetzt machten viele Absender dieses Zusatzangebot: "Folgen Sie mir"!
Das hieß: Klick meine Seite an, und du weißt, was ich gerade mache. Ich sage dir, was ich denke oder wo ich gerade bin.
Und wer das tut, der ist ein "Follower". So heißt das immer noch im Internetjargon. Ein Folger.
Ein Nachfolger?

Mich würde mal interessieren, wem im Zusammenhang mit diesen Netzwerken als Erstem diese Formulierung eingefallen ist: "Folgen Sie mir".
Vielleicht war es ja - ein Bibelkenner.

"Folgen Sie mir" hat Jesus oft gesagt.
Na ja, im Bibeltext heißt es meistens. "Komm, folge mir nach."
Und Jesus hat gemeint: "Bei mir kannst du was lernen: Wie man mit Menschen umgeht. Wie man Konflikte überwindet. Dass Liebe die stärkste Macht auf der Welt ist.
Komm mit mir mit, und du wirst die Erfahrung machen, dass Gott immer noch da ist. Und dass er mit dir zu tun haben will."

Sie könnten ja mal seine Seite anklicken. "Folgen Sie mir – nicht auf Twitter, sondern - auf Bibel" sozusagen.
O.K, vielleicht finden Sie’s belanglos. Aber es könnte auch sein, dass Sie eine Überraschung erleben. Weil - was Jesus über Leben und Glauben gesagt hat, einfach zeitlos ist. "Ewig" heißt das auf Kirchendeutsch.

Nach Passwort und Pin werden Sie dabei nicht gefragt. Sie riskieren also nichts.
Aber manch einer ist auf diese Weise zum "Follower" geworden. Zum Nachfolger.

Dieses Risiko lässt sich allerdings nicht ganz ausschließen.

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