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Auf ein Wort

Frühlingsgefühle

Von Ulrike Oetken

19. März 2017

Alle Welt redet von Frühlingsgefühlen. Ist ja auch naheliegend. Der Frühling liegt in der Luft. Schneeglöckchen und leuchtende Krokusse stehen in den Vorgärten. Es wird grüner und bunter in der Natur. Die Luft milder, die Tage heller. Ich atme auf und freue mich darüber. Der Winter wird Vergangenheit. Und das fühlt sich gut an. Der Frühling kommt. Endlich!

Aber was sind eigentlich "Frühlingsgefühle?" Ich glaube, das ist viel mehr als nur das gute Gefühl, endlich wieder ohne Winterjacke raus zu gehen oder wenn ich spüre, dass die Sonne die Haut schon richtig wärmt. Frühlingsgefühle sind doch auch Zuversicht, Glück und Fröhlichkeit. All die Gefühle, die das Leben leichter und unbeschwerter machen. Im Frühling stellen sie sich ein, weil der Mensch dann mehr Tageslicht aufnimmt als im Winter. Frühlingsgefühle sind also ganz einfach eine Folge von mehr Licht. Man kann medizinisch leicht erklären, welche Prozesse das Licht im Gehirn und im Hormonhaushalt auslöst.

Aber egal, wie man es erklären kann: Der Frühling macht glücklich! Und ich bin so dankbar dafür. Für die freundlichen Gesichter auf der Straße und für meine eigene gehobene Stimmung in diesen Wochen. Was mir Sorgen macht, ist immer noch da. Die Bedrohungen, Probleme und  Fragen, die es gibt, zaubert der Frühling nicht einfach weg. Aber ich kann anders damit umgehen. Ich fühle mich stärker. Ich bewerte anders. Ich blicke mehr nach vorne als nach hinten. Meine Prognose ist positiver.

Was auch immer dahinter steckt. Es tut mir gut. Und nicht nur mir. Auch denen, die mit mir zu tun haben. Und ich fühle mich bestätigt, wenn ich lese, was der Apostel Paulus der Gemeinde in Ephesus geschrieben hat: "Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid." (Epheser 1,18) Na also: Gott sei Dank für meine Frühlingsgefühle.

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