Livestream

Bremen Eins Serien Auf ein Wort

Jetzt neu: butenunbinnen.de, alles wichtige aus der Region

Auf ein Wort

Mäusehirne und Atombomben

Von Jeannette Querfurth

13. August 2017

Keine Maus der Welt würde je eine Mausefalle konstruieren. Das hat Albert Einstein gesagt, als die Atombombe erfunden wurde.
Kein Tier wäre so verrückt, ein Instrument zu erfinden, mit dem es die eigene Rasse vernichten könnte. Kein Tier, aber der Mensch. Er ist wahnsinnig genug.

Vor einer Woche wurde der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki gedacht. Fast auf den Tag genau 72 Jahre ist das her.

Der Schock über das unglaubliche Inferno, das die beiden Atombomben angerichtet hatten, saß viele Jahre tief. "Nie wieder Hiroshima! Nie wieder Nagasaki!" ist das Mantra vieler Antikriegs-Veranstaltungen. Die UNO, die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet, um solche Katastrophen künftig zu verhindern.
"Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein" So formulierte es auch der weltweite ökumenische Rat der Kirchen bei seiner Gründung nach dem zweiten Weltkrieg.

Umso unfassbarer ist es für mich, mit welcher völligen Unvernunft und totalen Rücksichtslosigkeit zwei Staatsoberhäupter derzeit mit dem atomaren Feuer spielen, das ganze Völker vernichten kann.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump liefern sich Wortgefechte, die Angst machen. Vor wenigen Tagen bedrohte Trump Nordkorea mit "Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat". Kim Jong Un antwortete mit der Drohung eines Angriffs auf die Insel Guam, auf der 160.000 Menschen leben.

"Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein".

In jedem Gottesdienst bitten wir um den Frieden Gottes, der höher ist als alle menschliche Vernunft. Ich bete darum, dass er auch die menschliche Unvernunft übersteigen möge.
Und dass diese beiden Staatschefs wenigstens so viel Hirn wie eine Maus aufbringen können, die niemals auf die Idee käme, die eigene Rasse zu vernichten.

Auf ein Wort
Mehr zur Beitragsreihe "Auf ein Wort"