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Die größten Alben aller Zeiten

Prince – Sign O' The Times

1. Juni 2017

In den 80er Jahren war Prince in seiner Kreativität kaum zu bremsen. Beinahe jedes Jahr veröffentlichte er ein neues Album. Als sein Meisterwerk gilt "Sign O‘ The Times", das vor genau 30 Jahren erschienen ist. "Die größten Alben aller Zeiten": Bernd Schleßelmann über "Sign O‘ The Times".

In den 80er Jahren war Prince in seiner Kreativität kaum zu bremsen. Beinahe jedes Jahr veröffentlichte er ein neues Album. Als sein Meisterwerk gilt "Sign O‘ The Times", das vor genau 30 Jahren erschienen ist. "Die größten Alben aller Zeiten": Bernd Schleßelmann über "Sign O‘ The Times".

Autor/-in: Bernd Schleßelmann
Länge: 3:12 Minuten
Datum: Donnerstag, 1. Juni 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

"Bad" - aber ohne Prince

Während der Aufnahmen zu "Sign O‘ The Times" erhielt Prince einen Telefonanruf von Produzent Quincy Jones. Er fragte, ob Prince zusammen mit Michael Jackson den Titelsong zu dessen neuem Album "Bad" im Duett singen wolle. Das war 1987 immerhin der Nachfolger von "Thriller". Doch Prince lehnte ab. Toningenieurin Susan Rogers erinnert sich: "Prince war begeistert, dass er gefragt worden war, aber er sagte zu mir: ‚Ich mach’ halt solches Zeug nicht." Prince sollte die Zeile "Your butt is mine” in Richtung Michael Jackson singen, der sich wiederum für den Rest des Liedes zum Helden aufplustern würde. Die beiden Superstars hörten sich den Song bei einem Meeting an. Und für Prince war klar: "Der Song ist so stark, das wird auch ohne mich ein Megahit." Außerdem sollten die beiden Rivalen gemeinsam im Musikvideo zu "Bad" auftreten. Doch auch das wollte Prince nicht. Seine Rolle übernahm dann Wesley Snipes. Er ist der Ghetto-Bösewicht, der am Ende verliert. Stattdessen bot Prince an, den Song "Wouldn’t You Love To Love Me?" zum Album beizusteuern. Das aber wiederum lehnte Michael Jackson ab.

Prince [Quelle: Imago/United Archives]
Prince ging mit dem Album 1987 auch auf Tour. Aus Mitschnitten entstand der gleichnamige Konzertfilm. [Quelle: Imago/United Archives]

Die Prince-Dekade

In den 80er Jahren schien es so, als ob Prince sogar im Schlaf Songs schreiben konnte. Und viele davon wurden auch noch Hits. Selbst wo nicht Prince draufstand, war Prince drin. Manchmal benutzte er einfach Pseudonyme und nannte sich beispielsweise Christopher. Für die Bangles komponierte er Mitte der 80er "Manic Monday", Chaka Khan sang sein "I Feel For You" und Sheena Easton war mit "Sugar Walls" erfolgreich. Bereits gegen Ende des Jahres 1985 hatte er innerhalb von sieben Jahren 15 Alben aufgenommen: Sieben unter seinem eigenen Namen, drei mit The Time, zwei mit Sheila E. und jeweils eines mit Vanity 6, Apollonia 6 und The Family. "Er war rastlos, manchmal arbeitete er drei Tage am Stück durch, ohne zu schlafen", schreibt der "Rolling Stone". Sein Ideenreichtum für neue Musik war offenbar grenzenlos. Denn in dieser rastlosen Phase legte er sein Doppelalbum "Sign O‘ The Times" vor, das bei Fans und Kritikern zu seinen besten Alben zählt. Und Prince gönnte sich keine Pause. Er komponierte den Soundtrack zum Spielfilm "Batman" und veröffentlichte auch in den 90er Jahren fast jedes Jahr ein neues Album.

Bernd Schleßelmann

Das Album erschien am 30. März 1987.

TitelDauer
Sign O’ The Times4:56
Play In The Sunshine5:05
Housequake4:41
The Ballad Of Dorothy Parker4:01
It5:09
Starfish And Coffee2:50
Slow Love4:22
Hot Thing5:40
Forever In My Life3:30
 U Got The Look3:46
If I Was Your Girlfriend4:59
Strange Relationship4:01
 I Could Never Take The Place Of Your Man6:28
The Cross4:45
It’s Gonna Be A Beautiful Night9:01
Adore6:31

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 1. Juni 2017, 11:50 Uhr

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