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Die größten Alben aller Zeiten

Carole King – Tapestry

13. Juni 2017

Ein großes Trostpflaster, das sich über die Wunden des Protests legte“: Das schrieb "Die Zeit“ über "Tapestry“ von Carole King aus dem Jahr 1971. Auch nach 45 Jahren wird es immer noch als das Songwriter-Album überhaupt gehandelt. "Die größten Alben aller Zeiten“.

Der Erfolg

"Tapestry“ wurde weltweit mehr als 25 Millionen Mal verkauft. Das Album war in den amerikanischen Charts 15 Wochen lang auf Platz eins. Über zehn Jahre lang war es das erfolgreichste Album der Popgeschichte, das erst 1982 von Michael Jacksons "Thriller“ an der Spitze abgelöst wurde. Die beiden Singles "I feel the earth move“ und "It’s too late“ erreichten ebenfalls den ersten Platz in den USA. Carole King bekam außerdem vier Grammys in folgenden Kategorien: Album des Jahres, Single des Jahres ("It’s too late“), Bester weiblicher Gesangsbeitrag und Song des Jahres ("You’ve got a friend“).

Der Klassiker

Autor/-in: Bernd Schleßelmann
Länge: 3:10 Minuten
Datum: Donnerstag, 15. Juni 2017
Sendereihe: Online | Radio Bremen

 "You’ve got a friend“ wurde in der Version von James Taylor zum größten Hit für den Songwriter. Taylor nahm den Song bereits 1971 auf - und damit nur kurz, nachdem Carole King ihn selbst veröffentlicht hatte. Er befindet sich auf seinem Album "Mud slide Slim and the blue horizon“. Sogar noch vor Taylor coverte Dusty Springfield den Song für ihr drittes Album. Allerdings wurden weder Album noch Single veröffentlicht, weil es zum Streit zwischen Springfield und ihrer Plattenfirma kam. Diese Version von "You’ve got friend“ erschien erst 1999, kurz nach dem Tod der Sängerin.

Die Anerkennung

Der amerikanische Musik-Journalist Dave Marsh schwärmt in seinem Buch “The heart of rock and soul” über den Song “You make me feel like a natural woman”:

"Es ist wahrscheinlich der größte Song über weibliche Sexualität, der jemals aufgenommen wurde. Eine Frau sitzt an der Fensterbank an einem regnerischen Morgen. Sie fühlt sich sehr wohl mit sich, und das ist etwas Neues! Der Grund ist ihr Freund. Warum? Nun, man kann es nur zwischen den Zeilen lesen, durch die Metaphern - sie würde es niemals laut sagen. Aber es ist nicht schwer zu erraten, dass sie endlich jemanden gefunden hat, mit dem sie zum Orgasmus kommen kann. “Natural woman" ist das Gegenstück zu "Respect", aber es dreht sich keinesfalls um Abhängigkeit. Es geht vielmehr um die berauschende Erfahrung der absoluten Gleichheit, die so nah ist an der Definition von gutem Sex wie nur irgendetwas.“

Titelliste:

  • I Feel the Earth Move (Text und Musik: Carole King)
  • So Far Away (Text und Musik: Carole King)
  • It’s Too Late (Text: Toni Stern Musik: Carole King)
  • Home Again (Text und Musik: Carole King)
  • Beautiful (Text und Musik: Carole King)
  • Way Over Yonder (Text und Musik: Carole King)
  • You’ve Got a Friend (Text und Musik: Carole King)
  • Where You Lead (Text: Toni Stern Musik: Carole King)
  • Will You Love Me Tomorrow? (Text und Musik: Gerry Goffin und Carole King)
  • Smackwater Jack (Text und Musik: Gerry Goffin und Carole King)
  • Tapestry (Text und Musik: Carole King)
  • (You Make Me Feel Like) A Natural Woman (Text: Jerry Wexler Musik: Gerry Goffin und Carole King)

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