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Die größten Alben aller Zeiten

Picture Book – Simply Red

8. Februar 2018

Es war ein Debüt-Album, das es in sich hatte: "Picture Book" von Simply Red. Stilsicher pendelte der Ober-Rotschopf Mick Hucknall zwischen Pop, Soul, Jazz und Reggae hin und her. Und das kam an. Bernd Schleßelmann über "Picture Book".

Es war ein Debüt-Album, das es in sich hatte: "Picture Book" von Simply Red. Stilsicher pendelte der Ober-Rotschopf Mick Hucknall zwischen Pop, Soul, Jazz und Reggae hin und her. Und das kam an. Bernd Schleßelmann über "Picture Book".

Autor/-in: Bernd Schleßelmann
Länge: 3:11 Minuten
Datum: Donnerstag, 8. Februar 2018
Sendereihe: Online | Radio Bremen

Der Name

"Simply Red": Dieser Bandname entstand Mitte der 80er Jahre aus dem Spitznamen ihres Sängers Mick Hucknall. Wegen seiner roten Haare wurde er bereits in der Schule von Freunden "Red" genannt. Man kann den Namen aber auch als Anspielung auf Hucknalls Leidenschaft für die Fußballmannschaft Manchester United sehen. Ihre Vereinsfarbe ist nämlich rot. Auf jeden Fall spielte diese Farbe immer eine Rolle. Zunächst nannte sich die Band "Red And The Dancing Dead" oder auch "Just Red". Der neue Bandname kam dann angeblich eher durch Zufall zustande. Als Mick Hucknall bei Vertragsverhandlungen nach dem Namen gefragt wurde, fiel ihm sein Spitzname ein. Also antwortete er: "Wir nennen uns einfach 'Rot'!". Der Chef der Plattenfirma nahm das wörtlich und notierte "Einfach Rot – Simply Red". So können Karrieren beginnen.

Der Erfolg

Das Album "Picture Book" gilt als eines der stilprägenden Alben der 80er. Das erkannten auch die Macher der populären TV-Serie "Miami Vice". Sie setzten gleich in vier Folgen Musik von Simply Red ein, unter anderem den Titelsong des Albums. Geschadet hat es bestimmt nicht. Die Erfolgsbilanz: Bisher wurden insgesamt 3,3 Millionen Exemplare von "Picture Book" verkauft.

Der Produzent

Wenn es um Soul und Jazz geht, kennt er sich aus: Stewart Levine saß bei den Aufnahmen des Simply Red-Albums am Mischpult. Das passte. Levine hat zahlreiche Alben des gerade verstorbenen Jazz-Trompeters Hugh Masekela und der Blues-Legende B.B. King produziert. Außerdem arbeitete er für Lionel Richie, Jamie Callum, Joe Cocker, Dr. John, The Crusaders und Randy Crawford.

Das Jahr

"Picture Book” erschien 1985. Dieses Jahr stand musikalisch ganz im Zeichen von "Live Aid". Das 16-stündige Benefizkonzert wurde zum größten Event der Rockgeschichte. Zu den prägenden Alben des Jahres zählen "Born In The USA" von Bruce Springsteen, "Brothers In Arms" von den Dire Straits und "Like A Virgin" von Madonna. Falco veröffentlichte "Rock Me Amadeus" – der erste und bislang einzige deutschsprachige Song, der in den amerikanischen und britischen Charts Platz eins erreichte. Außerdem war 1985 auch der erfolgreiche Karrierestart für ein Duo namens Modern Talking. Dabei hat doch eigentlich niemand ihre Platten gekauft – oder?

Bernd Schleßelmann

Albumdaten

Picture Book von Simply Red
erschien im Oktober 1985
bei Elektra, WEA Records
Die Songs
TitelDauer
Come to My Aid4:03
Sad Old Red    4:33
Look at You Now3:02
Heaven4:32
Jericho6:03
Money’s Too Tight4:13
Holding Back the Years4:30
(Open Up the) Red Box3:56
No Direction3:41
Picture Book5:49

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 8. Februar 2018, 11:50 Uhr.

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