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Die größten Alben aller Zeiten

Frampton Comes Alive!

23. August 2017

Der blond gelockte Peter Frampton mit leicht geöffnetem Mund und entrücktem Blick. Um die Schulter hat er seine Gibson Les Paul gehängt: Das ist das Cover von "Frampton Comes Alive!". Das erste Live-Album in unserer Sendereihe "Die größten Alben aller Zeiten", die wir ab heute fortsetzen. Bernd Schleßelmann über "Frampton Comes Alive!".

Cover "Frampton Comes Alive!" [Quelle: A&M]
Cover "Frampton Comes Alive!" [Quelle: A&M]

Albumklassiker "Frampton Comes Alive!" [3:07 Minuten]

Schon als Teenie ein Star

The Truebeats hieß die erste Band, in der Peter Frampton Gitarre spielte. Da war er gerade mal neun Jahre alt. Und der Junge aus dem Südosten Londons muss wirklich talentiert gewesen sein, denn bereits 1967 wurde er Mitglied der Rockband "The Herd". So wurde Frampton schon mit 17 ein Star des britischen Beat. "From The Underworld" war der größte Hit der Band, und die Presse wählte Peter Frampton zum "Gesicht von 1968". Ein Jahr später hatte er genug von diesem Teenie-Star-Image: Bluesrock war angesagt. Zusammen mit dem Small Faces-Sänger Steve Mariott gründete er Humble Pie. 1971 verließ Frampton die Gruppe, weil er sich von Marriott immer mehr in den Hintergrund gedrängt fühlte.

Die verlorene Gitarre

"Frampton Comes Alive!" gehört zu den erfolgreichsten Livealben aller Zeiten. Ein Erfolg, den Peter Frampton sicherlich zu einem wesentlichen Teil seiner Gitarre zu verdanken hat. Doch diese legendäre 54er Les Paul war 1980 nach einem Flugzeugunglück verschollen. Die Gitarre überstand den Absturz mit einigen Blessuren, ging von Hand zu Hand und landete schließlich bei einem Peter-Frampton-Fan. Der erkannte die Gitarre, kaufte sie und verschenkte sie weiter. An wen? Natürlich an Peter Frampton!

"Leeres Stroh gedroschen"

Das Musikmagazin "Sounds" rechnete 1976 mit "Frampton Comes Alive!" ab. Für einen Kritiker namens "Dr. Gonzo" war das Doppelalbum das totale Mittelmaß. Frampton könne zwar eine "Schönheitskonkurrenz" gewinnen, aber seine Songs seien der Tod all dessen, "was uns einmal für diese Art von Musik einnahm". Und wörtlich: "Hier wird, und das muss gesagt werden, so viel leeres Stroh gedroschen, hier spielt man so viele Füllselphrasen, dass es schlichtweg zum Kotzen ist." 

Bernd Schleßelmann

TitelDauer
Introduction/Something's Happening5:54
Doobie Wah5:28
Show Me The Way4:42
It's A Plain Shame4:21
All I Want to Be (Is by Your Side)3:27
Wind of Change2:47
Baby, I Love Your Way4:43
I Wanna Go to the Sun7:02
Penny for Your Thoughts1:23
(I'll Give You) Money5:39
Shine On3:35
Jumpin' Jack Flash7:45
Lines on My Face7:06
Do You Feel Like We Do14:15

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 24. August 2017, 11:50 Uhr

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