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Die größten Alben aller Zeiten

Coldplay: "A Rush Of Blood To The Head"

4. Oktober 2017

"A Rush Of Blood To The Head" war vor 15 Jahren das zweite Album von Coldplay. Die britische Band schaffte ihren internationalen Durchbruch und wurde mit drei Grammys belohnt. "Die größten Alben aller Zeiten" – Folge 35: Bernd Schleßelmann über "A Rush Of Blood To The Head".

Cover: Coldplay "A Rush Of Blood To The Head" [Quelle: Parlophone]
Cover: Coldplay "A Rush Of Blood To The Head" [Quelle: Parlophone]

album-klassiker-coldplay [3:11 Minuten]

Was macht eigentlich die Faszination dieser Band aus? Wie begeistern Coldplay die Massen? Zwei Bremen-Eins-Mitarbeiter können diese Fragen beantworten. Sie kennen ihre Songs, sie kennen ihre Shows. Und beide finden Coldplay richtig gut: Christian Höltge und Andreas Schnur:

Mein Herzschlag für Coldplay

Coldplay on stage [Quelle: Imago/Pacific Press Agency]
Coldplays Konzerte immer quietschbunt wie ein Kindergeburtstag [Quelle: Imago/Pacific Press Agency]

Die Arbeit als Musikredakteur bringt es so mit sich, dass Tag für Tag unzählige Songs durch meinen Rechner respektive meine Gedanken rauschen. Und dann kommt dieser eine Song, der hängen bleibt – oder gar diese eine Band: Coldplay. Viele ihrer Songs berühren mich unmittelbar, ungefiltert: Hirn aus, Herz an! Das liegt nicht an Chris Martins Gesang, der ist mir auf die Dauer zu obertonreich. Nein, es ist dieses eine Riff, dieses eine musikalische Motiv, welches die Türen meiner Empfindung sperrangelweit aufstößt: das Intro zu "Amazing Day", das Cello-Ostinato, mit dem "Viva La Vida" eingeleitet wird (gern kopiert, aber nie wieder erreicht) oder in Bezug auf das Album "A Rush Of Blood To The Head" das wunderbar melancholische Gitarrenmotiv von "In My Place" oder die mystischen Klavierklänge bei "Clocks". Auch wenn die vier Jungs von Coldplay mittlerweile ihren Klangkosmos so ausgedehnt haben, dass ihr klangliches Zentralgestirn immer weniger auszumachen ist: Nur wenige Bands konnten bisher so stilbildend fürs Popuniversum sein wie eben – Coldplay! 

Christian Höltge, Musikredakteur

Konzerte wie Kindergeburtstage

Eigentlich bin ich gar kein "in der Wolle gefärbter" Coldplay-Fan. Ich mag eine Menge Songs von Chris Martin und seinen Jungs, wie zum Beispiel den All-time-Klassiker "Viva La Vida", der mich manchmal auf meinen Läufen antreibt. Aber ich mag eben auch nicht alle. Aber eins ist über jeden Zweifel erhaben: Wer noch nie ein Konzert der Band besucht hat, hat wirklich eine der vielleicht besten Liveshows, die es derzeit gibt, verpasst. Inszeniert wie ein riesiger, knallbunter Kindergeburtstag für Erwachsene, lassen die Vier wirklich nichts aus. Wem da nicht von der ersten Sekunde an ein kalter Schauer über den Rücken jagt, wenn gleichzeitig zehntausende Armbänder wie bunte Glühwürmchen im Stadion blinken, dem ist nicht zu helfen. Sitzenbleiben und Arme verschränken? Geht gar nicht! Tanzen, klatschen, mitsingen. Großartige Videos genießen, überdimensionale Luftballons schubsen, im Konfettiregen stehen. Und dazu ein völlig entfesselter Chris Martin, der einem zu jeder Zeit das Gefühl vermittelt, das Konzert mit jeder Faser zu genießen. Coldplay-Konzerte sind ganz großer Sport und man geht mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht nach Hause. Unvergesslich bleiben sie sowieso.

Andreas Schnur, Moderator und Redakteur

Albumdaten

Coldplays "A Rush Of Blood To The Head" erschien am 24. August 2002 bei Parlophone

Die Songs
TitelDauer
Politik5:18
In My Place3:46
God Put A Smile Upon Your Face4:57
The Scientist5:09
Clocks5:07
Daylight5:27
Green Eyes3:43
Warning Sign5:31
A Whisper3:58
A Rush Of Blood To The Head5:51
Amsterdam5:19

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 5. Oktober 2017, 11:50 Uhr

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