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Mehr Kräuter und weniger Salz

Gesund mit Thymian, Liebstöckel und Co

29. August 2017

Zum "Tag  für mehr Kräuter und weniger Salz", am 29. August, sprachen wir mit Gesundheitsexperten, warum zu viel Salz ungesund ist. Dabei lernten wir, dass es eigentlich ganz einfach ist, sich salzarm zur ernähren. Bremen-Eins-Reporter Mischa Wahed hat für Sie wertvolle Tipps.

Kräutersalz in einem Holzlöffel [Quelle: Imago, fotoimedia]
Kräutersalz ist ein Kompromiss, aber besser sind frische Kräuter, um Kochsalz zu sparen. [Quelle: Imago, fotoimedia]

Der Körper braucht Salz, um Wasser zu speichern – es ist lebensnotwendig. Doch zu viel davon kann auch krank machen. Trotzdem können viele einfach nicht die Finger davon lassen und greifen zu oft zum Streuer, oft ohne vorher zu probieren. Einige, die wir fragten, verzichten aber auch weitgehend auf Salz und sagen, dass man sich an den salzarmen Geschmack durchaus gewöhne.

Zu viel Salz belastet die Gefäße

Eine zu hohe Salzzufuhr schädigt die Blutgefäße, sagt Ernährungsberaterin Cornelia Dolezalek aus Bremen-Vegesack:

An den Blutgefäßen können sich Ablagerungen bilden, und das führt dann eben zu Bluthochdruck und Herzkreislauf-Erkrankungen. Ernährungsberaterin Cornelia Dolezalek

Salz ist in vielen Lebensmitteln vorhanden – zum Beispiel in Brot oder Käse oder auch in Fertiggerichten. In Letzteren steckt oft sehr viel Salz. Diese sollte man deshalb meiden, empfiehlt die Expertin. Pro Tag sollten gerade einmal fünf Gramm Salz zu sich genommen werden. Diese Menge ist mit schon einer Portion Pommes schnell überschritten. Und es stimmt tatsächlich – je nachdem, wie viel Salz man isst, wirkt sich das auch auf die Geschmacksnerven aus, bestätigt die Ernährungsberaterin. Wer salzarm isst, dem schmeckt Salziges nicht, und wer viel Salz isst, dem schmeckt salzarmes Essen nicht, so Dolezalek.

Frische Kräuter und Zitrone verbessert Geschmack

Dabei ist es leicht, Salz zu ersetzen, gerade wenn man selbst kocht. Grüne, frische Kräuter sind hierbei ideal: Basilikum, Thymian, Rosmarin, Majoran, Oregano, Dill und viele mehr. Dabei ist in der Dosierung zu beachten, dass getrocknete Kräuter weniger Aroma haben als frische. Schnittlauch und Petersilie sind auch tiefgefroren gut erhältlich. Anis, Kümmel, Fenchel oder Koriander eignen sich ebenso. Ein Passant, den unser Reporter traf, verwendet zum Aufpeppen gerne Zitrone und Pfeffer. Liebstöckel, das sogenannte "Maggikraut", ist ein guter Salzersatz. Der Geruch erinnert an die Flüssigwürze. In Maggi ist jedoch gar kein Liebstöckel enthalten.

Maggi ist ein sehr glutamathaltiges und salzhaltiges Würzmittel, was eigentlich den Nachteil hat, dass alles ähnlich schmeckt. Also eigentlich nicht empfehlenswert! Ernährungsberaterin Cornelia Dolezalek

Gutes Essen ohne Salz zu kochen ist also nicht schwer: Alternativen für Salz gibt es mehr als genug. Im Handel gibt es schon länger einen Kompromiss zum Salz sparen: das Kräutersalz.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 29. August 2017, 11:20 Uhr

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