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Werdertrainer Alexander Nouri im Interview

Stürmer gesucht

17. August 2017

Die neue Saison steht für Werder Bremen in der Bundesliga an, und es ist wieder Zeit für die Visite von Cheftrainer Alexander Nouri. Im Interview bei uns im Studio spricht er über die kommenden Spiele und wie es in seiner Elf aussieht.

Alexander Nouri im Interview [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]
Alexander Nouri im Interview [Quelle: Radio Bremen, Tammo Jans]

Alexander Nouri im Interview [7:22 Minuten]

Radio Bremen: Was hat sich seit Ihrem Antrittsbesuch im letzten halben Jahr bisher verändert?

Alexander Nouri: Man nimmt natürlich aus einer so turbulenten Saison viele Erfahrungen mit und entwickelt sich stetig weiter. Genauso wie auch in anderen Bereichen des Lebens, in denen man solche Erfahrungswerte mitnimmt und die konnte ich in dieser Zeit in Hülle und Fülle sammeln.

Radio Bremen: Sie wirken viel entspannter als vor einem Jahr, fühlen Sie sich auch so?

Alexander Nouri: Zurzeit fühlt es sich richtig gut an, weil wir auch in der Vorbereitung gut gearbeitet haben. Mit der Mannschaft konnten wir uns viele Inhalte erarbeiten und aus der Rückrunde vieles in die neue Saison mitnehmen. Jetzt fiebern wir dem Start entgegen und wollen das auf den Platz bringen.

Radio Bremen: War es für Sie schwierig, sich dieses Standing zu erkämpfen? Hat die Mannschaft Ihnen dabei geholfen?

Alexander Nouri: Wir haben da alle an einem Strang gezogen, wie es heißt. Es war eine unheimliche Geschlossenheit zu spüren. Ich denke auch, dass solch eine Rückrunde sonst nicht möglich gewesen wäre mit Überzeugung und dem Glauben an die eigenen Stärken. Diese Geschlossenheit und diesen Teamspirit sollte uns auch diese Saison wieder auszeichnen.

Radio Bremen: Vor einem halben Jahr haben Sie eine fertige Mannschaft übernommen. Sie hatten nicht mehr viele Möglichkeiten, etwas zu verändern. Dieses Mal sind Sie mitverantwortlich. Haben Sie die Mannschaft, die Sie sich gewünscht haben?

Alexander Nouri: Ja, wir sind bereit. Es gibt sicherlich noch die Möglichkeiten gewisse Dinge auf einzelnen Positionen zu optimieren. Aber grundsätzlich haben wir großes Vertrauen, sind gut aufgestellt und brennen auf den Start.

Radio Bremen: Wo fehlt es noch im Kader und wo suchen Sie Verstärkung?

Wir wollen vorne im Sturm noch etwas machen. Wir beobachten dafür intensiv den Markt und wollen noch einen Stürmer verpflichten. Der sollte noch andere Attribute mitbringen, die unser Spiel noch variabler und flexibler gestalten.  Alexander Nouri

Radio Bremen: Wenn Kruse und Bartels vorne ausfallen sollten, sind nicht mehr viele Alternativen da.

Alexander Nouri: Ja, aber einfach auch, um taktisch flexibler reagieren zu können und ein Element zu haben, um sein eigenes Spiel verändern zu können. Deshalb beobachten wir mit Frank Baumann den Markt und werden nach Werders Art mit Bedacht handeln.

Radio Bremen: In der vergangenen Saison hat Werder knapp die Europa League verpasst. Sind dadurch die Erwartungen der Fans gestiegen und wie gehen Sie damit um?

Alexander Nouri: Grundsätzlich ist das Anerkennung und Lob für unsere Leistung in der Rückrunde. Wir wollen auch ambitioniert und mutig in die neue Saison starten. Ich denke aber, in diesem engen und hart umkämpften Wettbewerb, in dem viele Mitbewerber über ganz andere Möglichkeiten verfügen, sollten wir uns realistisch einordnen. Wir wollen schon mutig in die Saison gehen. Wir wollen viele Spiele am Limit spielen, was Intensität und Umfang betrifft: läuferisch, aber auch von Aufmerksamkeit und Einstellung. Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen – wo wir dann am Ende landen, wird man sehen.

Radio Bremen: Ambitionen und Mut werden Sie gegen TSG 1899 Hoffenheim und darauf folgend FC Bayern München brauchen. Da könnte schon nach zwei Spieltagen Druck entstehen. Wie nehmen Sie den von der Mannschaft?

Alexander Nouri: In diesen Spielen sind wir einfach die Herausforderer. Das weiß jeder. Ein Champions-League-Anwärter und eine Champions-League-Mannschaft sind eine Herausforderung und die wollen wir annehmen und versuchen, da etwas mitzunehmen.

Radio Bremen: Die Problematik mit Pyrotechnik in den Stadien ist gerade in der Diskussion. Der DFB will den Dialog mit den sogenannten Ultras suchen, statt Stadionverbote auszusprechen. Wie sehen Sie das?

Ich sehe das eher kritisch. Ich besuche auch gerne mit meinen Kindern das Stadion und möchte alle Familien schützen. Ich denke, dass jede Art von Pyrotechnik immer eine Gefahr birgt. Man sah es gerade bei dem Pokalspiel Rostock gegen Berlin. Ich möchte dann nicht mit meinen Kindern danebensitzen, wenn im Stadion etwas brennt. Ich halte da nichts von. Alexander Nouri

Radio Bremen: Haben Sie einen persönlichen Wunsch für die kommende Saison?

Alexander Nouri: Ich wünsche, dass wir eine gute Bindung mit der Mannschaft haben. Dass wir uns ein wirklich gutes Klima und eine gute Atmosphäre erhalten, wie sie momentan herrscht. Ich wünsche, dass wir gemeinsam diese Geschlossenheit demonstrieren und gemeinsam begeisternden Fußball zeigen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 17. August 2017, 8:50 Uhr

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