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Umgang mit Jungigeln

Wildtiere in der Natur lassen

6. Oktober 2017

Kleine Kinder sind immer wieder begeistert, wenn sie einen kleinen Igel im Garten entdecken. Manchmal finden sie auch hilflos wirkende Jungtiere. Doch sind diese in der Natur am besten aufgehoben, weiß der Bremer Naturschützer Sönke Hofmann.

Junger Igel auf dem Rasen [Quelle: Imago/Imagebroker]
Igel sind wilde Tiere und in der Natur am besten aufgehoben. [Quelle: Imago/Imagebroker]

Erst im August und September werden 80 Prozent der Igel geboren. Nach sechs Wochen vertreibt ihre Mutter sie dann gnadenlos und die Kleinen müssen alleine zurechtkommen. Jetzt im Oktober sehen wir noch den Nachwuchs, doch sollten wir dem Impuls widerstehen, sie aufzunehmen. Mit ihnen kuscheln oder sie zu wärmen – das brauchen die Tiere nicht, und das würde man mit einem Marder auch nicht machen, so Sönke Hofmann vom Nabu in Bremen.

Aufwendige Pflege

Bremens Nabu-Vorsitzender Sönke Hofmann [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]
Bremens Nabu-Vorsitzender Sönke Hofmann kennt sich mit den stacheligen Kerlchen bestens aus. [Quelle: Radio Bremen, Michael Kruse]

Wer dennoch nicht widerstehen kann und einen Igel zu Hause pflegen will, sollte ihn mit ungewürztem rohem Hackfleisch füttern. Igel sind Insektenfresser. Es gibt aber auch spezielles Igelfutter zu kaufen. Doch sollte sich jeder im Klaren sein, wenn er einen Igel ins Haus holt, übernimmt er eine große Verantwortung. Die Igel müssen nicht nur gefüttert, sondern auch täglich mehrfach gesäubert werden, denn sie stinken sehr stark, weiß Hofmann aus eigener Erfahrung.

Nicht vermenschlichen

Jeder mag Igel und kennt die Figuren, wie Mecki, aus der Kindheit. Doch letztendlich sind sie Wildtiere und sollten auch als solche behandelt werden, mahnt der Naturschützer. Eine Vermenschlichung schadet den Tieren mehr, als es ihnen nützt.

Weiter Details und Tipps zu Jungigeln gibt es auf der Homepage des Nabu Bremen:

Jungigel haben noch gute Chancen

/bremeneins/buntes/nabu-bremen-soenke-hofmann100_v-original.jpgDieses Thema im Programm: Bremen Eins, 6. Oktober 2017, 10:50 Uhr

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