Livestream

Bremen Eins Buntes

Jetzt neu: butenunbinnen.de, alles wichtige aus der Region

Rückrufaktionen in der Region

Aldi nimmt Eier aus dem Verkauf

4. August 2017

Der Lebensmittel-Discounter Aldi nimmt wegen des Fipronil-Skandals deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, teilten Aldi Nord und Aldi Süd mit. Es sei mit Eier-Engpässen zu rechnen.

Eier hinter einem Schild [Quelle: Imago]
Aldi nimmt sämtliche Eier aus dem Verkauf [Quelle: Imago]

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) rechnet damit, dass der Höhepunkt des Gifteier-Skandals noch nicht erreicht ist. Er kündigte an, dass Niedersachsen jetzt auch Lebensmittel mit Ei-Anteilen auf Fipronil überprüfen will. "Wir können nicht ausschließen, dass vergiftete Eier auch in Kuchen oder Nudeln gelandet sind", sagte der Minister im ZDF.

Hinweise, dass auch von Hühnerfleisch eine Gesundheitsgefahr ausgeht, gebe es noch nicht, sagte Meyer. Aber auch das lasse Niedersachsen jetzt untersuchen. Die Vebraucherzentrale Bremen hatte bereits empfohlen, gar keine Produkte mehr zu essen, die Geflügel enthalten. Jedenfalls so lange bis erwiesen sei, dass das Fleisch unbelastet ist.

Gesundheitliches Risiko sei gering

Auch wer belastete Eier gegessen hat, habe laut der Verbraucherzentrale vermutlich nichts zu befürchten. Denn die derzeit gemessenen Fipronil-Werte der Eier seien nicht sehr hoch: "Für Erwachsene ist das noch nicht gefährlich", heißt es auch vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wegen belgischer Analyseergebnisse hatte die Behörde allerdings vor einem Gesundheitsrisiko für Kinder gewarnt. Die Warnung bezieht sich allerdings auf den höchsten Wert, der in Belgien gemessen wurde. Wer tatsächlich zu viel Fipronil abbekommen hat, kann unter Haut- und Augenjucken leiden. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen oder Kopfschmerzen.

Weitere Informationen zum Thema:

Verbraucherzentrale warnt auch vor Eiern aus Niedersachsen
Buntes
Mehr in der Rubrik "Buntes"